SERIE WENDEKalender : 30. Juli 1989

Das Gift kommt aus Osten: West-Berlin wehrt sich gegen Wasserverschmutzung.

JAHRE

MAUERFALL

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Das Ost-Berliner Strandbad Wernersee in Hellersdorf, das älteste Freibad Berlins, ist wieder offen. Es war von der Kreishygienekommission wegen schlechter Wasserqualität erst kürzlich geschlossen worden. Grund für die Misere: völlige Überlastung. Statt der eingeplanten 1000 Badegäste pro Tag sprangen rund 6000 in den Badesee. Das stark alkalische Wasser wurde abgepumpt und der Faulschlamm am Boden durch Feinsand ersetzt.

Die Kleine Wannsee-Kette sei zum Baden ungeeignet, hat Zehlendorfs Gesundheitsstadtrat Benneter erklärt. Besonders die Schmutzfracht aus dem Teltowkanal, der „offenen Kloake Berlins“ (taz) belaste das Wasser. Ein Drittel der Fäkalien und Giftstoffe stamme aus Ost-Berlin. Die Umweltverwaltung hat jetzt beschlossen, zwei Schiffsschrauben an der Mündung des Teltowkanals zu installieren, um ein Abfließen des Wassers in Richtung Wannsee zu verhindern. Loy

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