SERIE WENDEKalender : 5. Februar 1989

Der 20-jährige Chris Gueffroy stirbt an der Grenze – das letzte Maueropfer

20 JAHRE MAUERFALL


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Der 20-jährige Chris Gueffroy wird an der Mauer zwischen Treptow und Neukölln erschossen. Er ist der letzte Flüchtling, der von Grenzsoldaten an der Berliner Mauer getötet wird.

Gegen 21 Uhr nähern sich Gueffroy und sein Freund Christian Gaudian der Hinterlandmauer. Im Gepäck haben sie eine Gartenkralle, an die sie ein Seil geknotet haben. Damit wollen sie den Streckmetallzaun kurz vor dem Teltowkanal überwinden. Vorher lösen sie jedoch an einem Signalzaun Alarm aus. Sie rennen auf den Metallzaun zu und werden unter massiven Beschuss genommen. Chris Gueffroy wird am Herzen getroffen und verliert das Bewusstsein. Christian Gaudian erwischt es am Fuß.

Gaudian wird am 24. Mai vom Stadtbezirksgericht Berlin-Pankow zu drei Jahren Haft verurteilt. Die Todesschützen müssen etwas länger auf ihren Prozess warten. Am 20. Januar 1992 werden sie vom Landgericht Berlin verurteilt. Ingo H. muss für drei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis, Andreas K. erhält zwei Jahre auf Bewährung. Ein Jahr später hebt der Bundesgerichtshof die Urteile auf. Andreas K. wird freigesprochen. Abermals ein Jahr später wird die Haft von Ingo H. zur Bewährung ausgesetzt. loy

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