Berlin : Sex and Crime

Gestern war Premiere von „Basic Instinct 2“ am Potsdamer Platz. Auch Sharon Stone hatte sich angesagt

Sebastian Leber

Der erste Teil machte Sharon Stone zum Sex-Symbol und die Produzenten des Films unglaublich reich: 352 Millionen Dollar spielte der Erotikthriller „Basic Instinct“ 1992 weltweit ein. Jetzt gibt es eine Fortsetzung. „Basic Instinct – Neues Spiel für Catherine Tramell“ feierte am Mittwochabend im CineStar am Potsdamer Platz Deutschland-Premiere. Neben Hauptdarstellerin Sharon Stone und Regisseur Michael Caton-Jones hatte sich auch viel deutsche Prominenz angesagt, unter anderem Schauspieler Jürgen Vogel, seine Kolleginnen Christiane Paul und Alexandra Kamp, Regisseur Leander Haußmann und „Popstars“-Vortänzer Detlef D. Soost. Auch Ex-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) stand auf der Gästeliste.

Stone war bereits gestern Vormittag in Berlin eingetroffen. Am Mittag bezog sie ihr Hotelzimmer im Adlon am Pariser Platz, am Nachmittag kaufte sie bei Gucci in der Friedrichstraße ein. Anschließend bat sie zur Pressekonferenz ins Ritz-Carlton am Potsdamer Platz. Berlin war die vierte Station ihrer Premierentour durch Europa: Vergangenen Donnerstag feierte das Filmteam Weltpremiere in London, anschließend flog Stone zu Premieren nach Paris und Madrid. Am heutigen Donnerstag will die Schauspielerin zurück in die USA reisen.

Ob das Sequel ein ähnlich kommerzieller Erfolg wird wie sein Vorgänger, bezweifeln die meisten Kritiker. Auf jeden Fall erregt der Film längst nicht so viel Aufmerksamkeit. Obwohl der erste Teil in Deutschland die Altersfreigabe „ab 16“ erhielt, galt er wegen einiger erotischer Szenen als Skandalfilm. Berühmt wurde vor allem die Szene, in der Catherine Tramell alias Sharon Stone beim Polizeiverhör die Beine übereinander schlägt und dabei nicht zu übersehen ist, dass sie unter ihrem Rock kein Höschen trägt. Auch der Eispickel als Mordwaffe löste Diskussionen aus.

Michael Douglas spielt in der „Basic Instinct“-Fortsetzung nicht mehr an Stones Seite, dafür sind David Morrissey („Entgleist“) und Charlotte Rampling („Swimming Pool“) dabei. Außerdem soll es wieder eine Menge Sex zu sehen geben – angeblich hat Sharon Stone persönlich darauf bestanden. In einem Interview sagte die 48-Jährige, sie habe zeigen wollen, „dass auch eine Frau, die bald 50 wird, sexuell attraktiv ist.“ Schon in den ersten Minuten des Films geht es zur Sache. Da werden die weibliche Hauptfigur und ihr Ehemann in einen Verkehrsunfall verwickelt und rasen mit ihrem Wagen in die Themse. Die beiden waren kurzzeitig abgelenkt. Sie hatten – was auch sonst – im Auto Geschlechtsverkehr. Während ihr Mann im Fluss ertrinkt, kann sich Catherine Tramell ans Ufer retten. Die Polizei glaubt nicht an Zufall und setzt einen Kriminalpsychologen auf sie an. Die beiden kommen sich näher, und wer den ersten Teil gesehen hat, weiß: Das kann böse für den Mann enden.

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