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Sharing Economy in Berlin : Die geteilte Stadt
von und
Illustrationen: Katharina Noemi Metschl

CARSHARING
In Berlin gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Anbietern, die sich auf das „Free Floating“-System spezialisiert haben – also die Möglichkeit, per App das nächstgelegene parkende Auto der jeweiligen Flotte aufzuspüren und dieses nach der Fahrt einfach irgendwo abzustellen. Neben Car2go und DriveNow buhlen auch CiteeCar, Spotcar, Cambio, Flinkster und Multicity um Mitglieder. Eine Übersicht über Preise und Standorte findet sich auf der Internetseite www.carsharing-berlin.de.


UBER
Das Unternehmen gehört aktuell zu den umstrittensten Projekten der „Sharing Economy“. Über die Seite www.uber.com oder die entsprechende App kann man sich einen privaten Fahrer organisieren, der einen abholt und ans gewünschte Ziel bringt – wie ein Taxi, bloß billiger. 20 Prozent des Fahrpreises geht dabei an Uber. Die Taxibranche fürchtet Verdrängung, in Deutschland haben sich bereits mehr als 12.000 Fahrer registriert. Nach Rechtsstreitigkeiten hat das Unternehmen erklärt, es verstehe sich nicht als Taxi-Unternehmen, sondern als Mitfahrzentrale. Und es senkte die Preise: In Berlin müssen Kunden pro Kilometer nur noch 35 Cent zahlen.

COUCHSURFING
Couchsurfing ist längst kein Geheimtipp mehr: Bis heute haben sich drei Millionen Menschen aus weltweit 81.500 Städten auf dem Portal www.couchsurfing.org registriert, um den Übernachtungsdienst zu nutzen. Wer statt im Hotel auf Couch oder Gästebett eines anderen Mitglieds übernachtet, spart nicht nur Geld, sondern hat oft gleich einen Stadtführer zur Hand.

AIRBNB
Die Abkürzung steht für „airbed and breakfast“, auf Deutsch: „Luftmatratze und Frühstück“. Auf der Seite www.airbnb.de bieten Menschen ihre Wohnung oder einzelne Zimmer tageweise zur Vermietung an. Unter den knapp eine Million Übernachtungsmöglichkeiten findet man auch Schlösser, Baumhäuser, Leuchttürme, Hausboote und prunkvolle Villen. Wer etwa diesen Sonntagabend noch eine Übernachtungsmöglichkeit in Berlin sucht, hat die Auswahl: Ob Zimmer mit Doppelbett am Helmholtzplatz für 88 Euro, die Gästecouch in Alexanderplatz-Nähe für 35 Euro oder ein ganzes Apartment in der Friedrichstraße für 190 Euro – alles ist möglich.


FOODSHARING
Auf der Internetplattform www.foodsharing.de findet man eine Datenbank mit Suchfunktion, in der überschüssige Lebensmittel angezeigt und zur Abholung freigegeben werden können. Das aktuelle Angebot in Berlin reicht von Backwaren über Brausepulver bis zu Chinagemüse süß-sauer im Glas.

MUNDRAUB
Auf der Seite www.mundraub.org sind auf einem interaktiven Stadtplan hunderte Berliner Orte angegeben, an denen man sich bei wild wachsenden Bäumen und Sträuchern bedienen kann – farblich unterteilt in Kategorien wie „Obstbäume“, „Nüsse“ und „Kräuter“. Inklusive Bildern und konkreten Beschreibungen.


KLEIDERKREISEL
Wer sich nach modischer Abwechslung sehnt, kann auf der Onlineseite www.kleiderkreisel.de eigene Oberteile, Hosen, Kleider und Accessoires
gegen die von anderen Interessierten eintauschen. Alle Teile werden mit Fotos und kleinen Texten beschrieben. Auch Kaufen ist oft möglich. Im Forum geben sich Nutzer gegenseitig Stylingtipps. Inzwischen gibt es mehr als 300.000 Mitglieder.

BERLINER BÜCHERTISCH
Das Gemeinschaftsprojekt betreibt an acht Orten in der Stadt sogenannte „Verschenkregale“, in denen gespendete, gut erhaltene Bücher zur Mitnahme bereitstehen. Jeden Tag finden so 300 Werke einen neuen Besitzer. Regale stehen unter anderem im Foyer des Kreuzberger Rathauses (Yorckstraße 4), im Café Pavillon am Boxhagener Platz in Friedrichshain, in der Pistoriusstraße 16 in Weißensee sowie in der Brückenstraße 12 in Rüdersdorf. Die komplette Adressliste findet man im Internet unter www.buechertisch.org.


BÜCHERBOXX
Das Projekt unterhält mehrere ausrangierte Telefonzellen, in denen gelesene Bücher abgelegt und nach Belieben mitgenommen werden können – unter anderem am Mierendorffplatz in Charlottenburg. Weitere Zellen befinden sich in der Gustav-Adolf-Straße 66 in Weißensee, am Markusplatz in der Liliencronstraße in Steglitz und auf dem Földerichplatz in Spandau. Am S-Bahnhof Grunewald steht, in der Nähe zum Mahnmal „Gleis 17“, eine Bücherboxx mit Bänden zu den Themen Drittes Reich, Widerstand, Deportation und Jüdisches Leben. Anfang November wird eine „Bücherboxx Mauerfall“ in der Bernauer Straße 117 in Mitte installiert. Noch bis zum 25. November steht auf dem Allmendebereich im Tempelhofer Feld eine „Bücherboxx Luftbrücke“. Mehr Infos unter www.buecherboxx.wordpress.com.

BOOKCROSSING
Die Aktivisten von www.bookcrossing.de setzen ihre Bücher einfach irgendwo im Stadtraum aus, lassen sie auf Parkbänken, in Kneipen oder in der U-Bahn liegen. Weil jedes Buch einen Registrierungscode hat, kann der Finder anschließend auf der Webseite nachsehen, wer den Band ausgesetzt hat, und über die Website in Kontakt mit Gleichgesinnten kommen. In Berlin sind derzeit hunderte Bücher im Umlauf.

MEINE SPIELZEUGKISTE
Auf dieser Onlineplattform kann man Figuren, Spiele und Zubehör von Marken wie Playmobil, Ravensburger, Lego, Duplo, Fisher Price und anderen Herstellern ausleihen und so lange behalten, wie man möchte. Wenn etwas so gut gefällt, dass man es nicht wieder hergeben möchte, kann man es auch kaufen. Die Starterbox kostet fünf Euro, mehr Infos unter www.meinespielzeugkiste.de.

HIKK
Das Projekt „Holz im Kreativkreislauf“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, überflüssiges Bauholz kostenlos neuen Besitzern zuzuführen. Aktuelle Angebote findet man unter hikk.mixxt.de.

LEILA
In dem Leihladen in der Fehrbelliner Straße 92 in Prenzlauer Berg kann man sich Unmengen Werkzeug und Haushaltsgegenstände, neuerdings auch Halloween-Kostüme borgen. Geöffnet ist Montag und Dienstag 15–19 Uhr, Mittwoch 15–18 Uhr sowie Freitag 16–19 Uhr. Weitere Infos unter www.leila-berlin.de oder telefonisch unter der Nummer 0176-56716303.

ULA – DIE ERSTE UMSONSTLÄDIN
Hier kann jeder mitnehmen, was er gerade braucht – unabhängig davon, ob er selbst einen eigenen Gegenstand dortlässt. Man findet den Umsonstladen am Einsteinufer 25 in Charlottenburg, geöffnet ist Dienstag 16–19 Uhr, Mittwoch 17–19 Uhr, Donnerstag 15–18 Uhr und nach Absprache. Mehr Infos gibt’s im Internet unter ula.blogsport.de oder per Telefon unter 31 42 32 92. Achtung: Röhrenmonitore, Möbel, VHS-/Musikkassetten oder verderbliche Sachen werden nicht angenommen.

TAUSCHMOBIL
Zwei Mal pro Woche öffnet der schwarze Lastwagen seine Türen – alles, was sich drin befindet, kann kostenlos mitgenommen oder gegen Mitgebrachtes eingetaucht werden, auch Schenkungen sind willkommen. Jeden Donnerstag von 10 bis 15 Uhr auf dem Markt der Kulturen auf dem Leopoldplatz in Wedding, jeden Samstag von 10 bis 16 Uhr auf dem Wochenmarkt in der Seelower Straße in Prenzlauer Berg. Das Angebot reicht von Spielzeug über Küchengeräte, Musikinstrumente und Sportartikel bis zu Kleidung. Weitere Infos unter www.tauschmobil.de.

UMSONSTLADEN TAU
Auch die Grundschule im Beerwinkel, Im Spektefeld 31 in Spandau, betreibt einen Umsonstladen, gerade wurde er mit einem Demokratiepreis ausgezeichnet. Zur Auswahl stehen unter anderem Bücher, Spielzeug und Kleidung. Weitere Infos und Kontakt unter www.beerwinkel.de.

ULK
In der Kreuzkirche in der Zeppelinstraße 11 in Spandau verwandelt sich das Foyer-Café jeden letzten Samstag des Monats von 15 bis 17 Uhr in einen Umsonstladen. Überwiegend wird Kleidung angeboten, dazu Haushaltsartikel und Spielzeug. Kontakt per Mail an ulk-info@online.de.


UMSONSTLADEN WEISSENSEE
In Weißensee befindet sich ein Schenk- und Tauschort auf dem Gelände des Kultur- und Bildungszentrums in der Bernkasteler Straße 78. Geöffnet ist Dienstag 9-12 Uhr sowie 15-18 Uhr, Mittwoch 17-20 Uhr und Donnerstag 16-19 Uhr. Weiteres im Internet unter der Adresse www.kubiz-wallenberg.de.

UMSONST BOUTIQUE
Im Erdgeschoss des Unabhängigen Jugendzentrums Pankow hat der Gratis-Laden von Montag bis Freitag 9.30-15 Uhr (außer in den Schulferien) sowie am Montag, Dienstag, Donnerstag und Sonntag jeweils ab 20 Uhr geöffnet. In der Florastraße 84, weitere Infos unter www.jup-ev.org.

SCHENKFLOHMARKT
Seit einem Jahr findet in Pankow einmal monatlich der sogenannte Schenkflohmarkt statt, der nächste ist an diesem Sonntag, von 16 bis 18 Uhr im Jugendkulturzentrum „Garage“, Hadlichstraße 3. Sich informieren und anmelden kann man unter 0176-20 45 59 55 oder online unter www.garagepankow.de. Achtung: Nichtverschenktes muss am Ende wieder mitgenommen werden.

VERSCHENKMARKT
Die BSR hat eine Online-Plattform geschaffen, auf der überflüssige Geräte, Möbel und andere Gegenstände zum Verschenken angeboten werden – inzwischen kommen jeden Monat mehrere tausend hinzu. Gerade neu inseriert: ein beleuchtbarer Globus, ein Internet-Router und ein Korb. Alle Angebote unter www.bsr-verschenkmarkt.de.

SCHENKLADEN
Auch in Friedrichshain gibt es einen Laden, in dem Kleidung und Alltagsgegenstände mitgebracht oder mitgenommen werden können: Er liegt in der Jessnerstraße 41 und hat Dienstag 16-19 Uhr, Mittwoch 16-19 Uhr und Donnerstag 16-19 Uhr geöffnet. Kleidung darf nur gewaschen abgegeben werden, PCs müssen wenigstens 1 Gigahertz schnell sein, bei Büchern bitte nur Klassiker oder aktuelle Titel. Mehr Infos unter 98 32 37 36 oder im Internet unter der Adresse www.systemfehler-berlin.de.vu.


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