Berlin : Sheraton gibt Hauptbahnhof noch nicht auf Verhandlungen mit neuem Entwickler

Die Münchener Immobiliengruppe Arabella Hospitality hat ihre Bemühungen um das Sheraton-Hotel am Berliner Hauptbahnhof noch nicht aufgegeben. Man stehe in Verhandlungen mit einem neuem Projektentwickler, der das Grundstück gekauft habe, aber noch nicht genannt werden wolle, sagte Arabella-Sprecher Bernhard Taubenberger am Donnerstag auf Anfrage. Ein Vertrag bestehe aber noch nicht.

Wie berichtet, ist der Vertrag zwischen Arabella (Hotelmarke Sheraton) und dem Entwickler Chamartin Meermann Ende März geplatzt. Hauptgrund war der Widerstand des Senats und des Bahnhofsarchitekten Meinhard von Gerkan gegen den sogenannten „Skywalk“, eine Verbindungsbrücke zwischen Bahnhof und Hotel. „Wir halten es nicht für wahrscheinlich, dass der Skywalk noch zustande kommt, werden die Planung aber dennoch zunächst weiter verfolgen“, sagte Taubenberger. Angesichts der großen Hotelkonkurrenz an dieser Stelle komme es auf solche Besonderheiten an.

Im Vertrag zwischen Arabella und dem Immobilienentwickler Chamartin Meermann von 2010 war diese Fußgängerbrücke als eine der wichtigsten Bedingungen festgehalten. Da sie bis Ende März politisch nicht durchsetzbar war, entfiel damit auch die Vertragsgrundlage. Unklar ist nun, mit welchen Absichten der neue Eigentümer in Berlin antritt. Unbestätigten Gerüchten zufolge handelt es sich um die in Koblenz angesiedelte „HG Immobilien Mitte GmbH“.

Das Sheraton Berlin sollte 464 Zimmer haben. Das Joint Venture zwischen Arabella und der Starwood-Gruppe, die die Marke Sheraton besitzt, befindet sich allerdings in Auflösung. Dennoch treibt Arabella andere Starwood-Projekte wie das Westin Elbphilharmonie Hamburg weiter voran. bm

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