• Shodo - der Weg des Schreibens - 30 Kalligraphiekünstler zeigen im russischen Kulturinstitut ihre Werke

Berlin : Shodo - der Weg des Schreibens - 30 Kalligraphiekünstler zeigen im russischen Kulturinstitut ihre Werke

R.B.

Mit den Asien-Pazifik-Wochen bietet sich Berlin als Ort der Begegnung zwischen Ost und West an. Da hat es einen gewissen Charme, wenn das Tokio-Fest, das die Stadtverwaltung der japanischen Hauptstadt aus Anlass des Japan-Jahres und des fünften Jahrestages der Städtepartnerschaft Berlin-Tokio im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur stattfindet. Mit Trommelmusik, Bauerntanz und Löwen begrüßten die Tokioter ihre Berliner Gäste im Deutsch-Russischen Club. Als einziger Vertreter des Berliner Senats bei diesem Empfang erinnerte Jörg Tramm, in der Sentskanzlei zuständig für Städtepartnerschaften, an die Bedeutung des Jugendaustausches und des verstärkten Kontaktes zwischen den Metropolen, die vor ähnlichen Problemen stünden.

In makellosem Deutsch würdigte Ryuichi Tanabe, Generaldirektor für auswärtige Beziehungen der Tokioter Stadtregierung, die Städtepartnerschaft. Trotz kultureller Unterschiede seien Japan und Deutschland einander näher gerückt und teilten sie gemeinsame Werte wie Demokratie und Menschenrechte. Elf Jahre habe er insgesamt in Deutschland gelebt, und daher sei ihm persönlich an besonderen Kontakten gelegen.

Auf die legte auch der Hausherr des russischen Kulturinstitutes Wert. "Ich kann leider kein Japanisch, aber wenn Sie wiederkommen, verspreche ich Ihnen, etwas auf Japanisch zu sagen", sagte Sergej Shuravljo. In dem Haus in der Friedrichstraße 175-179 ist bis heute von 10 Uhr 30 bis 18 Uhr eine Ausstellung des Tokioter Malers Nukaga Katsumi zu sehen, der in klassischer Ölmalerei auf raffinierte Weise Elemente westlicher Stilleben mit der Farbenpracht japanischer Stoffe kombiniert und so eine Balance zwischen westlichen und östlichen Elementen wahrt. Von den rund 6000 Kalligraphen in Tokio brachte Chido Yamazaki 30 Künstler mit nach Berlin, die in ihrer Ausstellung eindrucksvoll unterstreichen, dass "Shodo", der Weg des Schreibens, aus verschiedenen Stilen und Temperamenten besteht. Die Beschriftung der ausgestellten Bilder ist leider nur auf Japanisch. Im großen Saal finden parallel Demonstrationen traditioneller Bühnenkünste statt.

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