Berlin : Shoppen bis Mitternacht Bei Langer Nacht

bis zu 600 000 Besucher erwartet

Aliki Nassoufis

Zur Langen Nacht des Shoppings in der West-City wurde gestern Abend ein neuer Besucherrekord erwartet. Gegen 20 Uhr waren rund 400 000 potenzielle Käufer gekommen, eine Stunde später waren es schon 40 000 mehr. Es sei „richtig toll gelaufen“, und man werde locker über die 500 000er Grenze kommen, er rechne sogar mit 600 000, sagte Organisator Tommy Erbe gegen 22.30 Uhr, anderthalb Stunden vor Schluss. Und da hatte er die Zahlen von 22 Uhr noch gar nicht vorliegen.

1000 zusätzliche Angestellte hatten die Händler für die Nachtschicht eingeteilt, 450 allein im KaDeWe. Das Kaufhaus war zum ersten Mal bei der Aktion dabei. Tommy Erbe hatte mit weit mehr Besuchern und einem größeren Umsatz als in den vergangenen Jahren gerechnet. „Dieser Tag ist einer der wichtigsten Umsatztage für uns“, sagte Georg Eßer, Geschäftsführer von Karstadt Sport in der Joachimstaler Straße. Die Shopping-Nacht bringe stets mindestens so viel Umsatz wie der stärkste verkaufsoffene Adventssonnabend. Bei Hugendubel an der Tauentzienstraße rechnete man dagegen nur mit einem Ansturm bis 22 Uhr. Außer einem Berlinstadtplan im Angebot gab es hier keine Sonderware. „Wir gehen dennoch von einem Umsatzplus von mindestens 30 000 Euro für diesen Tag aus“, sagte die stellvertretende Filialleiterin Isabell Wiertz.

Im KaDeWe hoffte man auf ein Umsatzplus „im zweistelligen Bereich“, wie Personalleiter Ulf Willecke sagte. „Letztes Jahr mussten wir ja um 20 Uhr schließen, obwohl das Haus noch sehr voll war.“ Wertheim-Geschäftsführer Volker Pesarese zeigte sich ebenfalls optimistisch. „Das Geheimnis dieser Nacht ist, dass abends völlig neue Besucher aus dem Umland und aus den Ostbezirken kommen.“ Das Angebot hatte er nicht erweitert. „25 000 Quadratmeter Verkaufsfläche müssten ja eigentlich ausreichen.“

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