Sicherheit in Berlin : Innensenator Henkel gegen großflächige Videoüberwachung

20.06.2012 00:00 Uhrvon
Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) Foto: dpa
Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) - Foto: dpa

Was tun im Kampf gegen die Kriminalität in Berlin? Innensenator Frank Henkel plädiert für mehr Personal in Verkehrsmitteln - und spricht sich gegen einen übermäßigen Einsatz von Videokameras aus.

Innensenator Frank Henkel hat sich auf einer Tagesspiegel-Veranstaltung gegen eine großflächige Videoüberwachung ausgesprochen. Er habe nie dafür plädiert, es sei „eine Wahnvorstellung, die ganze Stadt mit Kameras zu überziehen“. Die Polizei müsse aber die Möglichkeit haben, dieses Instrument zu nutzen, wenn es etwa an einem Platz zu einer Häufung von Straftaten komme.

„Die beste Videokamera ersetzt nicht die Manpower, die dahinterstehen muss“, sagte Henkel und sprach sich für mehr Personal in den Verkehrsmitteln aus. Gemeinsam mit der Architektenkammer hatte der Tagesspiegel am Montagabend zu einer Diskussion über die Sicherheit auf Berlins Straßen und Plätzen in die Urania geladen.

Sehen Sie hier Bilder vom Hermannplatz:

Verwahrlosung ziehe oft Kriminalität nach sich, sagte Henkel und sprach von der „Broken-Window- Theorie“: Ist erst einmal ein Fenster eines Hauses zerstört, werden bald die nächsten Scheiben eingeschlagen und es folgt die Tür. Ingrid Hermannsdörfer bestätigte das für den Bereich der Grünanlagen: Auf defekte Bänke und Lampen, Fast- Food-Müll und Sperrmüll-Ecken folgte häufig Kriminalität, sagte die Architektin, die beim Landeskriminalamt für städtebauliche Kriminalprävention zuständig ist.

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