Sicherheit : Panne am Flughafen Tegel

Nach einer Panne im Sicherheitsbereich des Flughafens Tegel hat die Flughafengesellschaft am Donnerstag fristlos den Vertrag mit einer Reinigungsfirma gekündigt.

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Zuvor hatte sich in der „Bild“-Zeitung ein Mann damit gebrüstet, er komme mit einem Sicherheitsausweis auf das Vorfeldgelände, ohne für eine Firma tätig zu sein. Er hatte sich nach Angaben der Flughafengesellschaft bei der Firma P.A.C. Facility Management aus Frankfurt am Main, die Flugzeuge außen reinigt, beworben und daraufhin einen Sicherheitsausweis erhalten. Zum Abschluss eines Arbeitsvertrages sei es aber nicht gekommen. Von der Firma gab es keine Stellungnahme.

Nach Angaben von Flughafensprecher Ralf Kunkel dürfen Sicherheitsausweise nur beantragt werden, wenn die Mitarbeiter tatsächlich auf dem Vorfeld arbeiten. Jede Änderung müsse unverzüglich mitgeteilt werden. Bevor die Ausweise ausgestellt werden, überprüft die Luftfahrtbehörde die jeweiligen Personen. Mit der Kündigung des Vertrags hat die Flughafengesellschaft auch die Sicherheitsausweise der anderen rund 15 Mitarbeiter von P.A.C. sofort gesperrt. 

Mitarbeiter mit Sicherheitsausweis werden vor dem Betreten des Flugfeldes zusätzlich überprüft – wie Passagiere. Im dortigen Sicherheitsbereich in Tegel mussten am vergangenen Freitag alle 282 Passagiere eines Fluges nochmals kontrolliert werden, weil ein bereits gecheckter Passagier den Wartebereich nochmals verlassen hatte und bei der Rückkehr einfach an den Kontrolleuren vorbeigelaufen war.

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