Sicherheitsfirma : Securitas will neuen BVG-Vertrag

Die Sicherheitsfirma Securitas, die die Fahrscheinkontrolleure für die Berliner Verkehrsbetriebe stellen, will mehr Geld für zusätzlich geschaffene Stellen. Doch die BVG betrachtet das Aufstocken des Personals als Folgeauftrag.

Klaus Kurpjuweit

Die Sicherheitsfirma Securitas hat am Mittwoch dementiert, dass sie mehr Geld von der BVG fordere, weil ihre Mitarbeiter nach Übergriffen zu häufig ausfielen. Dies hatte BVG-Chef Andreas Sturmowski im Verkehrsausschuss gesagt. Auch am Mittwoch sind nach BVG-Angaben insgesamt vier Securitas-Mitarbeiter, die bei Fahrscheinkontrollen unter anderem ins Gesicht geschlagen worden sind, vom Dienst abgetreten.

Securitas muss nach dem mit der BVG abgeschlossenen Vertrag täglich 100 Fahrscheinkontrolleure stellen. Dafür benötige das Unternehmen insgesamt 160 Mitarbeiter, um Schichtdienste, Urlaube und Krankheitstage ausgleichen zu können, sagte Sprecher Michael Schur. Einen höheren Krankenstand als kalkuliert gebe es nicht. Mehr Geld wolle das Unternehmen dagegen für zusätzlich geschaffene Stellen im Sicherheitsbereich. Dort hatte die BVG in diesem Jahr 60 weitere ständig präsente Mitarbeiter bei Securitas geordert, wofür nach Schurs Angaben 100 Beschäftigte eingestellt worden seien. Da inzwischen ein neuer Tarifvertrag mit höheren Stundensätzen gelte, wolle das Unternehmen zumindest für diese Mitarbeiter einen neuen Vertrag zu geänderten Konditionen haben. Statt 5,65 Euro erhielten die Mitarbeiter jetzt 5,90 Euro und nach zwölf Monaten Zugehörigkeit 50 Cent pro Stunde mehr.

Die BVG betrachtet das Aufstocken des Personals jedoch als Folgeauftrag zu unveränderten Bedingungen. Ein neuer Auftrag erfordere eine neue Ausschreibung, bei der die BVG mit Mehrkosten in Höhe von rund 500 000 Euro rechnet. Eine Anpassungsklausel gibt es im Vertrag, der bis 2010 läuft, nicht. Klaus Kurpjuweit

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