Sicherungsverwahrung : Die Haft nach der Haft

Sicherungsverwahrung


Ein Straftäter, gegen den die Sicherungsverwahrung (SV) angeordnet wurde, verbleibt auch im Gefängnis, nachdem er seine Freiheitsstrafe verbüßt hat, sofern seine Gefährlichkeit nach Auffassung des Gerichts noch fortbesteht. Die Zahl der SVer steigt seit Jahren. Derzeit sind in der JVA Tegel rund 30 SVer in einer speziellen Station untergebracht. 2010 werden es laut Prognosen mehr als 40 sein.

Nachträgliche SV
Die Sicherungsverwahrung kann nach verbüßter Haftstrafe nur noch angeordnet werden, wenn während der Haft neue Anhaltspunkte für die Gefährlichkeit des Täters aufgetaucht sind.
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat erst Ende Juli die Hürden weiter heraufgesetzt, gefährliche Rückfalltäter in die sogenannte nachträgliche Sicherungsverwahrung zu nehmen und dauerhaft wegzusperren.

SV für Jugendliche
Der Bundestag hat im Juni auch die SV gegen jugendliche Schwerverbrecher beschlossen, die mindestens sieben Jahre Haft abgesessen haben und weiterhin als sehr gefährlich gelten. Die Hürden sind aber noch höher gesetzt worden. Außerdem muss die SV jedes Jahr statt wie bei Erwachsenen alle zwei Jahre überprüft werden. Ferner soll die SV gegen Jugendliche nicht bereits im Urteil angeordnet werden können.

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