• Sieben Jungen und zwei Mädchen waren die Vandalen in der Schule Französisches Gymnasium: Polizei nahm 14- bis 16-Jährige fest

Berlin : Sieben Jungen und zwei Mädchen waren die Vandalen in der Schule Französisches Gymnasium: Polizei nahm 14- bis 16-Jährige fest

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Der Einbruch in das Französische Gymnasium in Tiergarten und die schweren Verwüstungen in den Schulräumen am vergangenen Wochenende sind aufgeklärt. Die Polizei hat am Mittwoch neun Verdächtige im Alter zwischen 14 und 16 Jahren festgenommen. Sechs der mutmaßlichen Täter hätten den Einbruch und die Zerstörungen bereits gestanden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Jugendlichen gaben auch den Diebstahl teurer Elektronik zu. Drei weitere Verdächtige verweigern noch die Aussage.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um vier 14-Jährige, zwei 15-Jährige und drei 16-Jährige, darunter zwei Mädchen. Hinweise von Anwohnern sowie eine Vielzahl von Spuren am Tatort wie Finger- und Schuhabdrücke hatte die Polizei am Mittwoch zu den Tätern geführt, von denen einige bereits wegen Raubtaten, Diebstahl und Körperverletzung auffällig geworden sind. Bei Wohnungsdurchsuchungen fanden die Ermittler auch Diebesgut aus dem Schulgebäude in der Derfflingerstraße. Den größten Teil der gestohlenen, zum Teil hochwertigen Geräte, darunter Video- und Musikanlagen, hatten die Täter allerdings schon verkauft. So hatte einer der 16-Jährigen angegeben, einen 4000 Euro teuen Videobeamer am Hansaplatz für 400 Euro verkauft zu haben, sagte Kriminalhauptkommissar Thomas Neuendorf, Leiter des ermittelnden Einbruchskommissariats. Einen Racheakt frustrierter Schüler des Gymnasiums schloss Neuendorf als Tatmotiv aus. Nur zwei der mutmaßlichen Täter, ein Mädchen und ein Junge, hatten das Französische Gymnasium früher als Schüler besucht. Anlass zu Hass auf die Schule habe keiner von beiden gehabt.

Nach Erkenntnissen der Polizei war der Einbruch in das Schulgebäude von zwei der 14-Jährigen ausgegangen, die am Freitag ein Fenster des Gymnasiums eingeschlagen hatten. Für die Zerstörungen seien alle neun Jugendlichen verantwortlich, sagte Neuendorf. Im Verlauf des Wochenendes seien sie mehrfach und in unterschiedlichen Gruppen in die Schule gekommen. Sie hatten Klassenräume aufgebrochen, Schränke beschmiert, alle Feuerlöscher versprüht und Einrichtungen verwüstet. Ihr Zerstörungswerk hätte sich nach Aussage eines Schülers zu einer regelrechten „Party“ gesteigert. wie

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