Siebenjähriger spielte bei Fremden : Hubschraubereinsatz für Suche nach Kind

Er verschwand vom Spielplatz, aß und übernachte bei flüchtigen Bekannten. Der Fall eines vermissten Jungen, der zu einem Großeinsatz führte, wird nun auch für das Jugendamt relevant.

Die Suche nach einem Siebenjährigen entwickelte sich zu einem Großeinsatz.
Die Suche nach einem Siebenjährigen entwickelte sich zu einem Großeinsatz.Foto: UNB

Im Fall eines siebenjährigen Ausreißers aus Wittstock kommt das Jugendamt ins Spiel. Die Behörde werde die Familie überprüfen, bei der der Junge ohne das Wissen seiner Eltern übernachtet habe, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Strafbar sei das Verhalten nicht gewesen, betonte er. Der Siebenjährige war am Freitagabend von seiner Mutter als vermisst gemeldet worden, nachdem er nicht vom Spielplatz nach Hause gekommen war. Die Polizei suchte ihn mit Spürhunden und einem Polizeihubschrauber. Mit Lautsprecherdurchsagen und auf Flugblättern wurden Anwohner um Mithilfe gebeten. Zunächst blieb die Suche ergebnislos. Am Sonnabend meldete ein Familienvater der Polizei, dass seine beiden Kinder den vermissten Jungen auf einem Spielplatz gesehen und mitgebracht hätten. Die Beamten verständigten sofort die Mutter des Jungen. Das Kind hatte sich am Tag zuvor offenbar mit einem anderen Jungen angefreundet und ihn nach Hause begleitet. Dessen Vater habe sich anscheinend „nichts dabei gedacht“, sagte der Polizeisprecher. Er habe dem fremden Kind zu essen gegeben und es übernachten lassen. Die Mutter sei nicht im Haus gewesen. (dapd)

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