Siemensstadt : Kraftwerk Reuter: Alte Schornsteine müssen weg

Ein Berliner Wahrzeichen verschwindet zumindest teilweise aus dem Stadtbild: Wie der Stromerzeuger Vattenfall am Donnerstag mitteilte, werden die drei Schornsteine des denkmalgeschützten Kraftwerks Reuter in Siemensstadt abgerissen.

hkw reuter
Die drei denkmalgeschützen Schornsteine müssen weichen. -Foto: ddp

Der Rückbau habe bereits Ende Juli begonnen und solle noch dieses Jahr beendet werden. Die untere Denkmalschutzbehörde beim Bezirksamt Spandau hat den Abbruch genehmigt, die alten Schornsteine werden für den aktuellen Betrieb nicht mehr benötigt, da es längst eine Rauchgasreinigungsanlage mit eigenem Abzug gibt. Zudem haben statische Untersuchungen ergeben, dass die Standsicherheit gefährdet ist. Eine Sanierung der jeweils 110 Meter hohen Schlote wäre nach Angaben einer Firmensprecherin zu teuer gewesen.

Der von Architekt Hans Hertlein entworfene Bau war 1931 als „Kraftwerk West“ in Betrieb genommen worden. 1945 wurde das Werk von der Roten Armee weitestgehend demontiert. Weil es zur Stromversorgung West-Berlins dringend benötigt wurde, ließen die Alliierten während der Luftbrücke 1948 neue Anlagen – in Einzelteile zerlegt – per Flugzeug in die Stadt schaffen. 1982 entstand das benachbarte Heizkraftwerk Reuter-West.

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