Berlin : Signierte Geschichte

Rendezvous mit Hillary Clinton: 200 Berliner trafen die Senatorin

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Stolz zeigt Joschi Woda das frisch signierte Buch. „Hillary Rodham Clinton“ steht da in großen geschwungenen Buchstaben. Dafür hat der Berliner gestern Abend über eine Stunde im Kulturkaufhaus Dussmann angestanden. Und für den Händedruck. „Ich würde mir wünschen, dass diese Frau die nächste amerikanische Präsidentin wird“, sagt Woda, der sich für die Signierstunde mit der früheren First Lady seine rotweiß- blaue Amerika-Jacke angezogen hat. Mit dem gewünschten Effekt: „Schöne Jacke“, ruft ihm die New Yorker Senatorin zu, die im pinkfarbenen Jackett und in schwarzer Hose erschienen ist – in den Händen ihr Buch „Gelebte Geschichte“.

200 Berliner haben bei Dussmann Karten für das Rendezvous mit Hillary Clinton ergattert. Eine bunt gemischte Truppe. Da war der Rentner dabei, die Studentin, der Angestellte. Und auch vier Absolventinnen des Wellesley-Colleges, wo Clinton studiert hat. Eine von ihnen, Lukardis von Studnitz, sagt, was sie an der Politikerin so begeistert: „Sie ist eine selbstbewusste Frau, beruflich und privat.“ Der 36-Jährigen hat Clinton eine persönliche Widmung ins 700 Seiten starke Buch geschrieben. Sonst gibt es nur die Unterschrift – und ein strahlendes Lächeln. „Ich bin froh, in Berlin zu sein“, sagt die Politikerin. Das war ihr einziger Satz für alle 200 Fans. Berlin war die letzte Station auf ihrer Signierreise. Heute fliegt sie zurück nach Washington. Die Nacht verbrachte Clinton im Adlon, nachdem sie bei Sabine Christansen mit CDU-Chefin Angela Merkel, dem früheren Daimler-Chef Edzard Reuter und „Zeit“-Chefredakteur Josef Joffe über die transatlantischen Beziehungen diskutiert hatte. vv

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