Silvesterpläne in Berlin : Dinner for One und Party für alle

Von der Gala im Estrel über die Szenefete im Tape Club bis zum Konzert in der Lukaskirche: Wo Silvester noch nicht ausverkauft ist.

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Spielstunde. Silvester geht’s nicht nur an den DJ-Pulten rund.
Spielstunde. Silvester geht’s nicht nur an den DJ-Pulten rund.Foto: dpa

Sie haben noch keine konkreten Partypläne für Silvester oder den Ticketvorverkauf verpasst? Dann könnten die folgenden Tipps vielleicht helfen.

Für Nostalgiker. Cool und schick soll es sein, wenn Volksbühne, Grüner Salon und Sternfoyer zum „Glamorous Berliner Frühling“ einladen. Dresscode: das Hollywood der 20er Jahre. Livemusik kommt von Mark Scheibe und seiner Berlin Band. Die DJs Jay Roc, Minh Vase, Brotha J. und Steinbild spielen alles von Rap, Funk, Soul und House. Gut für Eltern: Es gibt eine Kinderbetreuung; ab 21 Uhr am Rosa-Luxemburg-Platz in Mitte, Vorverkauf 25 Euro, Abendkasse 35 Euro, Büfett für 25 Euro nur nach vorheriger Anmeldung, Telefon 688 332 390 und auf www.gruener-salon.de

Für Komiker. „Dinner for One“ läuft im Fernsehen rauf und runter, wer den Sketch live sehen will, sollte in den Meistersaal am Potsdamer Platz kommen. Das Theater Poetenpack spinnt dort eine lustige Geschichte drumherum; 16 Uhr und 19 Uhr in der Köthener Straße 38 in Tiergarten. Karten kosten 33 Euro an allen Vorverkaufsstellen, Telefon 6780111, www.berliner-konzerte.de

Für Dauertänzer. Zu Electro tanzen oder doch lieber Schlager mitsingen? 35 DJs spielen in der Kulturbrauerei auf 15 Tanzflächen alles nur Erdenkliche; ab 20 Uhr in der Knaackstraße 97 in Prenzlauer Berg, Karten 25 Euro im Vorverkauf, 30 Euro an der Abendkasse, Telefon 44 31 51 51, www.silvester-kulturbrauerei.de

Für Stilfreunde. Mit Blick auf Spree und Oberbaumbrücke lässt es sich im „Spindler & Klatt“ feiern. Auf zwei Floors gibt es eine Mischung aus Electro, House, Classics und R‘n‘B. Um Mitternacht gibt’s Feuerwerk auf der 600 Quadratmeter großen Terrasse mit den weißen Loungemöbeln; ab 23 Uhr in der Köpenicker Straße 16/17 in Kreuzberg, 35 Euro, Telefon 319 88 18 60, Internetadresse www.spindlerklatt.com

Für Spannungsgeladene. Im alten Umspannwerk am Alex wird auch mal wieder gefeiert – die „Berlin New Years Eve“-Party. Es gibt zwei Tanzflächen, und am DJ-Pult stehen Größen wie Daniel Dreier, Turmspringer und AKA AKA ; ab 21 Uhr in der Voltairestraße 5 in Mitte, 35 Euro, 0176/831 089 87, www.berlin-nye.com

Für Königliche. Einst flanierte Wilhelm II. durch den prachtvollen Kaisersaal am Potsdamer Platz. Nun darf jedermann in den historischen Räumen ins neue Jahr tanzen. Ab 21 Uhr empfängt das Jazztrio Iru Moon die Gäste, danach legen Eddie Alim und Helge Helmuth Disco, House, Funk und Soul auf. Wem die Füße vom Tanzen wehtun, kann in einer im 20er Jahre Stil eingerichteten Lounge entspannen. (Im Sony Center, Bellevuestraße 1, Karten 40 Euro, Abendkasse 50 Euro, 0163 / 862 27 53, www.exzessiva.de

Fürs Szenevolk. Funkeln soll die schwul- lesbisch-hetero GMF-Party im Tape Club. John Eltong, Super Zandy und Chris Bekker legen elektronische Musik auf, Freunde von Pop, Rock und Black tanzen lieber bei Barbie Breakout und Melli Magic; ab 23 Uhr in der Heidestraße 14 in Moabit, Vorverkauf 12 Euro, Abendkasse 15 Euro. Wer vom GMF dann noch nicht genug hat, kann am Neujahrsabend im Asphalt Club im Hilton am Gendarmenmarkt weiterfeiern und sich ein Kombiticket für 18 Euro kaufen; Telefon 28 09 53 96, www.gmf-berlin.de

Für Junggebliebene. Junge Hüpfer dürfen hier garantiert nicht rein. Bei der Ü-40-Party in den Tegeler Seeterrassen müssen alle unter 40 Jahren draußen bleiben. Die anderen tanzen Discofox zu Abba, Frank Zappa und Deutschem Schlager. Mit Buffet, Silvesterpfannkuchen und 30 minütigem Feuerwerk; ab 19.30 Uhr in der Wilkestraße 1 in Tegel, 65 Euro, Reservierung empfohlen unter 0160/444 56 14 und www.ü40-berlin.de

Für Strandtänzer. Im Box at the Beach gibt’s nicht nur Sand vor der Tür, sondern drinnen gleich drei Tanzflächen. Musikalisch ist alles dabei von Rap bis House, die Partyband Hot & Fire will Après-Ski-Stimmung verbreiten, dazu gibt’s Pfannkuchen, Fingerfood und Zaubershows; ab 20 Uhr in der Englischen Straße 21–23 in Charlottenburg, Vorverkauf 20 Euro, abends 35 Euro, Karten unter Telefon 0176/103 618 62 und www.roxxxy.de

Für Kultmusikfans. In Schale werfen muss man sich im Estrel Hotel. Denn bei der Silvestergala im Convention Center ist Abendgarderobe Pflicht. Auf der Bühne gibt es dafür das Beste aus „Stars in Concert“, es gibt ein Büfett, dazu spielt die Piccadilly Showband. (18.30 Uhr, Karten ab 179 Euro, Reservierung nötig). Auch nebenan im Festival-Center wird gefeiert. Hier steigt die Late-Night-Show, ebenfalls mit Höhepunkten aus „Stars in Concert“ (22.30 Uhr, Tickets zum Preis von 108 Euro unter der Nummer 68 31 68 31, www.estrel.com)

Für Zeitreisende. Der Kunstsalon Berlin lädt ein zu einem Trip durch fast 100 Jahre Berliner Salonkultur. Los gehts in den 20er Jahren, der Zeit der Swingmusik und des Stummfilms. Mit Mona Katzenberger am Klavier gibt es Musik, Filme, Geschichten und Gedichte aus den jeweiligen Dekaden; mit Büfett, Getränken, Tango und Mitternachtsperformance, ab 19 Uhr in der Hauptstraße 31 in Schöneberg, Karten für 80 Euro nur im Vorverkauf, der heute endet, unter 0171 459 0629 und www.kunstleben-berlin.de

Für Kirchgänger. Feierlich wird es in der Lukaskirche in Steglitz. Auf der Orgel spielt Markus Epp die Fledermaus-Ouvertüre von Strauss, Verdis Triumphmarsch und Gefangenenchor und Beethovens Ode an die Freude. Mit Schnittchen und Sekt geht es dann draußen ins neue Jahr. (22 Uhr in der Friedrichsruher Straße 6a in Steglitz, gratis, Telefon 7 95 50 51).

Für Partyritter. Wenn sich die mittelalterliche Festung der Zitadelle für den Jahreswechsel rüstet, können die Besucher draußen im Hof und drinnen im Haus 6 feiern. Zu Essen gibt es Kartoffelknaller und Feuerbällchen, gegen die Kälte hilft Glühwein. Klangvoll: Das Feuerwerk an der Burgmauer wird musikalisch untermalt; ab 21 Uhr Am Juliusturm 64 in Spandau, Eintritt 9 Euro, info@kulturforum-spandau.de, 366 23 91. Die Kinderparty um 19 Uhr ist ausverkauft.

Für Boxenstopper. Im Arena Club lassen auf drei Floors bekannte Größen der elektronischen Tanzmusik ihre Lieblingssongs aus den Boxen hämmern, darunter Florian Meindl, Sascha Funke, Justus Köhnke, Jake the Rapper und Hans Nieswandt; mit Chillout Area und Saftbar für Leute mit guten Vorsätzen, ab 22 Uhr im Arena Club Am Flutgraben in Treptow, Karten für 28 Euro auf www.koka36.de

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