Sinnfragen : "Hier fühle ich mich willkommen"

Alfred Dodel, 75, ist regelmäßig Gast in der Suppenküche der Malteser in Alt Lietzow.

Alfred Dodel, 75, Suppenküchengast bei den Maltesern in Alt Lietzow.
Alfred Dodel, 75, Suppenküchengast bei den Maltesern in Alt Lietzow.Foto: Manuel Opitz

Warum essen Sie in der Suppenküche?

Wissen Sie, der Koch ist ein wahrer Zauberer. Besonders lecker sind die Eintöpfe und Gulasch, aber auch die Quarkspeisen zum Nachtisch. Aber eigentlich schmeckt jedes Gericht fantastisch. Zu Hause kann man das nicht besser machen. Ein Bekannter hatte mir die Küche der Malteser empfohlen. Der Großteil der aufgetischten Lebensmittel wurde gespendet, das beeindruckt mich. Seit zwei Jahren komme ich vier bis fünf Mal in der Woche her.

Sie gehen aber nicht nur wegen der Mahlzeiten zu den Maltesern.

Nein, auch wegen der Gesellschaft. Ich wohne alleine. Deshalb ist es mir um so wichtiger, mit Leuten zusammen zu sein. Alle sitzen gemeinsam am Tisch, ich kann mit anderen ins Gespräch kommen. Meistens unterhalten wir uns über Politik, Sport und Gesundheit. Das stärkt mich auch persönlich. Mittlerweile ist die Suppenküche zu einem festen Bestandteil meines Alltags geworden. Hinzu kommt das freundliche, ehrenamtlich arbeitende Personal.

Sie schwärmen von den Ehrenamtlichen – warum?

Sie geben mir das Gefühl, willkommen zu sein. Ich wurde hier noch nie von oben herab behandelt. Vor allem die Leiterin der Suppenküche schätze ich. Sie ist mit dem Herzen dabei und hat mir schon Tipps für Behördengänge gegeben. Ich vertraue ihr

Das Gespräch führte Manuel Opitz

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