SINNFragen : SINNFragen

Katharina Michalsky, 15,
Katharina Michalsky, 15,

Wie stellen sich denn andere Menschen so einen idealen Pfadfinder vor?

Als einen Naturfreak, der mit einem Kompass durch den Wald wandert, irgendwelche Pfade sucht, Bäume bestimmt und Vogelstimmen zuordnet.

Und wie sieht der Pfadfinder-Alltag wirklich aus?

Besonders schön sind Fahrten in Planwagen. Sie werden von Pferden gezogen, da passen sechs Pfadfinder rein, und es ist sehr gemütlich. Die Planwagen sind mit einer Sitzgarnitur, Betten, einer Spüle und einem kleinen Herd ausgestattet. Manchmal machen wir uns Bratkartoffeln mit Zwiebeln und Würstchen. Geländespiele, Lagerfeuer und gemeinsames Singen gehören zu jedem Ausflug. Zuletzt waren wir im tschechischen Pilsen. Seit vier Jahren gehe ich außerdem jede Woche zu unseren Heimabenden in Zehlendorf. Dann kochen wir zusammen Eierkuchen und sitzen in einer gemütlichen Runde. Das alles kann ich erleben, weil unsere ehrenamtlichen Betreuer es möglich machen.

Was schätzt Du besonders an den Ehrenamtlichen – und was hast Du von ihnen gelernt?

Sie kümmern sich sehr gut um alle anderen, übernehmen Verantwortung für uns und haben gleichzeitig Spaß dabei. Ich möchte auch einmal eine Meute anführen. Gelernt habe ich, dass man gemeinsam stärker ist als allein und dass es ein paar Tage auch mal ohne Computer und MP3-Player geht. Es ist ein gutes Gefühl, eine Zeitlang ohne Erwachsene klarzukommen.

Worauf kommt es bei den Pfadfindern denn an?

Ein Team zu sein und etwas zusammen zu unternehmen. Unsere einheitliche Kluft zeigt an: Wir sind eine Gemeinschaft. Es spielt keine Rolle, wer sich teure Klamotten leisten kann und wer nicht.

Das Gespräch führte Manuel Opitz

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