SINNFragen : SINNFragen

Bruno Walther, 70,
Bruno Walther, 70,

Das sieht ja nett aus hier. Was hat es mit dem Namen „Innehalt“ auf sich?

Ganz einfach: Das Café der Stadtmission ist eine Einrichtung zum Innehalten, ein richtiger Wohlfühlort. Hier gibt es nicht nur Milchkaffee für einen Euro und leckere Kuchen. Man kann auch ungezwungen mit anderen Besuchern ins Gespräch kommen. Zum Café gehört auch ein Laden mit Büchern, alten Möbelstücken und günstiger Kleidung. Ich habe schon Hüte und Straßenkarten aus den 90er Jahren gekauft.

Sie sitzen hier manchmal auch mit Touristen an einem Tisch.

Ja, es ist sagenhaft, was für Leute herkommen: Nachbarn, Touristen, Politiker und Sammler. Es ist immer was los. Auch deshalb ist das Café ein fester Punkt in meinem Leben. Dreimal die Woche komme ich her. Dann sitze ich natürlich auch gern mit Freunden zusammen, die ich hier kennengelernt habe. Meistens sprechen wir über die alten Zeiten oder über Politik. Das Café und der zugehörige Laden – das ist das Werk von Ehrenämtern. Die halten das alles hier am Laufen.

Was schätzen Sie besonders an den freiwilligen Helfern?

Wissen Sie, die Ehrenamtlichen geben mir das Gefühl, dazuzugehören. Die Mitarbeiter freuen sich, wenn ich komme, sie begrüßen mich sogar mit meinem Vornamen. Und mit vielen kann ich dann auch nicht nur Glaubensgespräche führen.

Das Gespräch führte Manuel Opitz

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