Berlin : Skepsis über neues Flughafenangebot

Für die Berliner Flughafengesellschaft ist das nachgebesserte Angebot des Hochtief/IVG-Konsortiums für den geplanten Großflughafen noch nicht aussagekräftig genug. Gestern beschäftigte sich der Aufsichtsrat der Projektgesellschaft PPS mit dem Thema. Für eine abschließende Bewertung seien weitere Informationen nötig, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende und brandenburgische Wirtschaftsminister Wolfgang Fürniß (CDU) nach der Sitzung. Dann werde geprüft, ob das Angebot verhandlungsfähig sei. Dafür würden wiederum rund zwei Monate veranschlagt.

Gleichwohl geht der Essener Baukonzern Hochtief davon aus, dass es auf Grundlage des nachgebesserten Angebotes nun zu konkreten Verhandlungen kommt. "Es würde mich schon sehr wundern, wenn das Angebot nicht verhandlungsfähig wäre", sagte Hochtief-Vorstandschef Hans-Peter Keitel in Düsseldorf. Das aus dem Hochtief-Konzern und dem Bonner Immobilienunternehmen IVG Holding AG bestehende Konsortium hatte am vergangenen Freitag der zuständigen Projektplanungsgesellschaft PPS so genannte "Erläuterungen" zum bisherigen Angebot übergeben. Keitel wollte sich zum Inhalt nicht äußern, es sei von beiden Seiten Stillschweigen vereinbart worden. "Materiell liegt jetzt ein verändertes Angebot auf dem Tisch", deutete der Hochtief-Chef jedoch an. Das Konsortium sei dabei "an die Grenzen dessen gegangen, was einem Unternehmen angesichts eines so komplexen Projektes und eines sehr schwierigen Marktes zugemutet werden kann". Das Konsortium wolle das Projekt, aber nicht um jeden Preis, sagte Keitel. Ein erstes Angebot vom Juli, dass nach Angaben aus Verhandlungskreisen einen Kaufbetrag von 50 Millionen Mark enthalten haben soll, wurde bisher als nicht verhandlungsfähig zurückgewiesen. Tsp/tas

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