SO GRIECHISCH IST BERLIN : Von Menschen und Göttern

BERLINS GRIECHEN IN ZAHLEN

In Berlin lebten Ende 2010 nach offiziellen Angaben gut 9300 Griechen; Ende 2011 waren es schon 10 146. Die Krise des Landes lässt viele auswandern. In Berlin können sie in rund 30 Tavernen und Restaurants Heimatküche genießen und haben sogar ein eigenes Branchenbuch. Bei Facebook haben die „Greek Berliners“ derzeit 1901 Mitglieder. Vor acht Monaten waren es nur 660.

DIE GÖTTIN UND DIE SIEGER

Beim Bau des Brandenburger Tors orientierte sich Architekt Langhans am Stadttor von Athen, und auch die krönende Quadriga wird von einer Griechin gesteuert, nämlich der Siegesgöttin Nike. Der „Goldelse“ wendet sie zwar den Rücken zu, aber der Grieche, imprägniert von seiner jahrtausendealten Kultur, weiß: Auch das flügelglänzende Fräulein auf der Säule ist seine Nike, mögen die Freunde Roms auch in beiden Victoria erkennen. Auch die Gewinner von heute sind Griechen: Griechische Kinder sind auf deutschen Gymnasien erfolgreicher als deutsche.



DIE WIEGE DER KULTUR

Und warum „Spree-Athen“? Athen kann auf 5000 ruhmvolle Jahre Stadtgeschichte zurückblicken; die Demokratie wurde dort erfunden. Ein solches Maß an Kultur hätte Berlin auch gern gehabt, und so trachtete es seit dem 17. Jahrhundert danach, durch Gründung von Universitäten und Akademien ein Zentrum der Gelehrsamkeit und der Künste zu werden. Den Begriff „Spree-Athen“ prägte Erdmann Wircker 1706 in Anspielung auf die bedeutenden kulturellen Leistungen Friedrichs I. für Berlin.

PERGAMON

Für den Pergamon-Altar wurde in Berlin eigens ein Museum errichtet, denn das monumentale Werk aus der antiken Stadt Pergamon sollte in voller Größe gezeigt werden. Es ist heute neben Nofretete Berlins berühmtestes Exponat. Danke, Griechen! Oder danke, Türken? Heute heißt die Stadt Bergama und liegt in der Türkei.

KULTURSTIFTUNG

Mehr über Griechenland erfährt man bei der Griechischen Kulturstiftung, Wittenbergplatz 3a. fk

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