Berlin : So gut sind die Berliner Krankenhäuser

Erstmals erscheint die Tagesspiegel-Serie in einem handlichen Nachdruck. Klinikchefs diskutieren öffentlich über Qualitätsstandards

Stephan-Andreas Casdorff[Chefredakt],Lorenz Maroldt[Chefredakt]

So etwas hatte es zuvor noch nicht gegeben: einen detaillierten Vergleich der Berliner Krankenhäuser, gestützt auf umfangreiche Qualitätsdaten und die Empfehlungen niedergelassener Ärzte. Eine Herausforderung – für die Kliniken, aber auch für uns, für den Verlag und die Redaktion. Und eine enorme Arbeit dazu, vor allem für Tagesspiegel-Redakteur Ingo Bach, der die Idee zu diesem Berliner Klinikführer entwickelt hat. Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, dem Verein Gesundheitsstadt Berlin, gelang es schließlich, die Qualitätsdaten der Kliniken seriös aufzubereiten und als Serie zu veröffentlichen.

Die vielen Reaktionen auf den Klinikführer haben deutlich gezeigt, wie groß das Bedürfnis nach Information über die Versorgung in Krankenhäusern ist.

Auch deshalb haben wir alle Folgen jetzt noch einmal kompakt auf mehr als 50 Seiten mit allen Tabellen, Grafiken, Erläuterungen und Texten in einem handlichen Heft zusammengefasst.

Im Vorfeld der Veröffentlichung gab es auch kritische Stimmen. So meinten einige Experten, die Fülle an Informationen in den Vergleichstabellen überfordere den interessierten Laien. In der Tat ist es hier mit einem schnellen Blick nicht getan. Aber kann das wirklich ein Grund sein, den Patienten diese für sie so wichtigen Daten ganz vorzuenthalten? Wir meinen: eindeutig nein. Der Klinikführer kann jedem helfen, sich zu orientieren und zu informieren, und er gibt wichtige Hinweise für die nächsten Gespräche mit einem Arzt.

Manche Leser haben gefragt, warum in der Serie beispielsweise die Versorgung einer Lungenentzündung oder die Entfernung der Prostata fehlen. Die Erklärung dafür: Das Verfahren der gesetzlichen Qualitätssicherung, deren Daten wir für die Angaben verwendet haben, war bisher auf bestimmte Krankheitsbilder beschränkt. Kommende Untersuchungen werden allerdings breiter angelegt sein.

Der Tagesspiegel und der Verein Gesundheitsstadt Berlin wollen den öffentlichen Qualitätsvergleich Berliner Kliniken fortsetzen, denn er dient allen Seiten: den Patienten wie auch den Kliniken. Transparenz ist eine wichtige Voraussetzung für stetige Verbesserung. Das kommt letztlich auch dem Gesundheitsstandort Berlin insgesamt zugute. Der erste Klinikführer hat bereits gezeigt: Die Berliner Kliniken stehen im Bundesvergleich schon jetzt recht gut da.

Wir möchten noch einmal allen danken, die uns bei der Erstellung des ersten Klinikführers unterstützt haben, vor allem den Berliner Ärzten und Krankenhäusern. Unser Dank gilt aber auch den Leserinnen und Lesern, die uns mit ihren Anregungen und Nachfragen wichtige Hinweise für den nächsten Klinikführer gegeben haben.

Stephan-Andreas Casdorff,

Lorenz Maroldt,

Chefredakteure

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben