SO SOLL DER ALEX SICH VERÄNDERN : SO SOLL DER ALEX SICH VERÄNDERN

DER MASTERPLAN

Acht Türme, jeder 150 Meter hoch, sollen einmal den Alexanderplatz krönen. Weitere gut 60 Meter hohe Neubauten – ihr Maß orientiert sich am „Haus des Lehrers“ – werden einen zweiten Kranz mittlerer Hochhäuser bilden. Dies sieht der Masterplan der Architekten Hans Kollhoff und Helga Timmermann vor, wonach gewaltige 1,3 Millionen Quadratmeter Geschossfläche am Alexanderplatz neu entstehen.

DIE REALITÄT

Eine Realisierung der Türme ist nicht in Sicht, denn es gibt keine Nachfrage von Mietern für die 650 000 Quadratmeter Büroflächen, deren Großteil in den Hochhäusern entstehen sollte. Angetrieben wird die Bautätigkeit gegenwärtig durch Hotelpächter, weil der Berlin-Tourismus boomt, und durch den Einzelhandel, weil der Alexanderplatz am Kreuzungspunkt von U- und S-Bahn-Trassen die bestbesuchte Einkaufsmeile der Stadt ist.

DIE PROJEKTE

Um neue Mieter für die leer stehenden Läden am Fuße des Park-Inn-Hotels zu finden, soll der Flachbau am nördlichen Rand des Alexanderplatzes saniert werden. Dies ist das einzige Projekt unmittelbar am Alex. Das Gros der Bautätigkeit konzentriert sich auf dessen Umfeld. An der Grunerstraße, südlich des Alexa ist ein Laden- und Geschäftshaus geplant („Galerie Voltaire“): Auf 13 000 Quadratmetern ist Platz für einen Discounter und Einzelhändler; hinzu kommt ein Hotel mit 170 Zimmern und 6000 Quadratmetern Bürofläche. Südöstlich davon, an der Alexander-/ Ecke Stralauer Straße, entsteht nach Plänen der Architekten Kuehn-Malvezzi ein 65 Meter hohes Hotel- mit Büroflächen. Nordöstlich von Alexanderplatz und Haus des Reisens, auf einem zurzeit als Parkplatz genutzten Areal, entsteht eine Blockbebauung für Wohnungen und Läden.

Unweit des Fernsehturms entsteht ein Wohn- und Geschäftshaus nach Entwürfen der Berliner Architekten Sauerbruch Hutton mit einer Geschossfläche von rund 18 000 Quadratmetern. Zwischen den Parkplätzen an der Rathauspassage und dem Kino „Cubix“ ist ein Hotel geplant. Die Realisierung ist jedoch aufgeschoben. ball

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