Berlin : So tanzt der Sommer

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Zumindest der milde Dezember in Berlin wäre hiermit erklärt: „Wir haben euch den Sommer gebracht“, rief Todd Twala in den Saal des Admiralspalastes. Ihr „Umoja“-Ensemble hatte zuvor bei der Deutschland-Premiere mit afrikanischen Rhythmen dem Berliner Publikum eingeheizt. In einem bunten Schnelldurchgang lernten die Berliner zur Premiere am Donnerstagabend die Geschichte der südafrikanischen Musik kennen. Von rituellen Trommeln über Gospel und Soul bis hin zum wütenden „Kwaito“, einer Mixtur aus Hip-Hop, Reggae und Disko, reichte die Bandbreite. Todd Twala ist so etwas wie die Mutter der Show. Zusammen mit Thembi Nyandeni erschuf sie die Geschichte von „Umoja“, was so viel wie „Geist des Zusammenseins“ bedeutet.

Von dem Geist ließen sich auch Berliner Prominente wie die Schauspielerin Barbara Schöne und Transvestit Zafie de Paris anstecken. Und die Darsteller der Telenovela „Julia – Wege zum Glück“ ließen sich vom Rhythmus gar auf die Bühne ziehen. Als die Zuschauer schon längst auf dem Weg in die Berliner Nacht waren, tanzten die TV-Darsteller noch mit den Afrikanern um die Wette.

Mit deren Energie freilich konnten es die Deutschen nicht aufnehmen. Während der Show wirkten die 40 Darsteller des Stücks wie einer Duracell-Werbung entsprungen: Immer, wenn man dachte, es geht nichts mehr, trommelten sie munter weiter. „Afrikas Trommeln sind mächtig“, heißt es nicht umsonst an einer Stelle im Stück. Bis zum 16. Dezember haben die Berliner Gelegenheit, die Show zu besuchen. Karten kosten zwischen 24 bis 57 Euro. Infos telefonisch unter 47 99 74 77. mj

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