Berlin : So weit die Füße tragen

Extremrennen in Berlin: Wie ging’s am ersten Tag?

Katja Görg

Marc Peus hat Blasen an den Füßen. 100 Kilometer ist der Berliner schon gegangen, seit Sonnabendmittag. Mehr als 24 Stunden später tun ihm alle Knochen weh. Aber er ist noch im Rennen um den Sieg beim „Endurathon“.

Zehn Sportler hatten sich dazu aufgemacht. Nach dem Motto „Der Letzte wird der Erste sein“ gehen die Teilnehmer des „Endurathons“ auf einem 20 Kilometer langen Rundkurs Tag und Nacht durch die Stadt, bei jedem Wetter – so lange, bis die Erschöpfung sie zum Aufgeben zwingt und nur noch einer übrig bleibt.

Gestern Mittag waren nur noch drei Geher im Rennen. Sieben sind schon in der ersten Nacht ausgeschieden, meist mit Muskelverspannungen. Auch der Organisator Alexander Skora ist nach einem Kreislaufkollaps an der Siegessäule nicht mehr dabei.

Marc Peus ist zwar übermüdet, aber dennoch guter Hoffnung: „Ich fühle mich frisch und denke, dass ich bis Dienstag durchhalten kann“, sagt der 36-Jährige. Mit rund fünf Kilometern pro Stunde kommt der Berliner nun schon zum fünften Mal am Wittenbergplatz vorbei – langweilig ist ihm noch nicht. „Meine Freunde feuern mich auf der Strecke an, das ist Motivation genug. Außerdem laufe ich ja für einen guten Zweck.“ Pro Meile, die die Teilnehmer zurücklegen, gibt es einen Dollar vom Veranstalter. Das Geld wird gespendet. Katja Görg

Morgen fragen wir erneut: Wie läuft’s?

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