SO WIRD’S GEMACHT : Unterrichtsbesuche stehen im Vordergrund

TEAM

Ein Schulinspektionsteam besteht in der Regel aus vier Personen – darunter ein Teamleiter, ein Schulleitungsmitglied, eine Lehrkraft und ein Ehrenamtlicher. Ebenfalls wichtig: Ein Teammitglied muss derselben Schulform angehören wie die besuchte Schule, zwei Inspekteure kommen aus anderen Schulformen, die ehrenamtlichen Mitglieder sollen eine Perspektive aus ganz anderen Berufsfeldern mitbringen. Momentan sind insgesamt 14 Teams, allerdings zeitversetzt, im Einsatz. Ein Inspektionsteam besucht in der Regel zehn Schulen pro Schuljahr.

ABLAUF

Der Termin der Inspektion wird der Schule acht Wochen vor ihrer Durchführung angekündigt. Die Inspekteure sichten bis dahin die Daten und machen sich mit dem Schulprogramm vertraut. Die Inspektion selbst dauert in der Regel zwei Tage. Im Vordergrund stehen Unterrichtsbesuche. Sie sollen alle Klassen und Fächer und mindestens 70 Prozent der Lehrkräfte abdecken. Jeder Besuch dauert 20 Minuten. Dazu kommen Gespräche mit Schülern, Eltern, Lehrern, vor allem der Schulleitung. Drei Wochen nach dem Besuch wird der Schule der Inspektionsbericht zugesandt, der dann der Schulkonferenz vorgestellt wird, bevor er an Schulaufsicht und zuständige Schulbehörde weitergeleitet wird.

MERKMALE

Die Inspekteure bekommen einheitliche Beobachtungsbögen an die Hand, mit denen sie an einer Schule mindestens 15 Qualitätsmerkmale untersuchen. Dazu gehören: die Unterrichtsgestaltung, die Leistung der Schüler und der Umgang damit, die Einbindung von Schülern und Eltern, die Managementfähigkeiten der Schulleitung, die Personalentwicklung, und die interne Weiterentwicklung des Schulprogramms. Andere Merkmale wie Inklusion, Duales Lernen oder Ganztagsangebot kommen je nach Schulform dazu. Den Inspekteuren stehen zur Bewertung vier Stufen von A (sehr ausgeprägt) bis D (schwach ausgeprägt) zur Verfügung. svo

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