Berlin : So wirkt Massage

Björn Rosen

Bei einer Massage wird die Haut mit speziellen Handgriffen behandelt. Diese physikalische Therapie beeinflusst aber nicht nur die oberen Körperschichten, sondern wirkt auf den gesamten Organismus positiv: auf Muskulatur und Stoffwechsel vor allem. Weitgehend belegt und in der Medizin anerkannt sind die Effekte der klassischen oder schwedischen Massage. Sie basiert auf Techniken, die in der Antike in Griechenland und Rom entwickelt und im 19. Jahrhundert von dem Stockholmer Per Henrik Link gesammelt und neu beschrieben wurden. In den letzten Jahrzehnten sind viele neue Formen populär geworden: die Fußreflexzonenmassage zum Beispiel oder die Akupressur. Viele dieser Ansätze sind aber umstritten.

Die klassische Massage hat fünf Grundtechniken. Streichungen, Knetungen und Reibungen, außerdem klopfende und schüttelnde Griffe. Meist beginnt und endet eine Massage mit Streichungen, die die Haut erwärmen. Knetungen, bei denen Haut und Muskeln zwischen Daumen und Fingern gefasst und geknetet werden, werden großflächig angewendet. Reibungen kommen gezielter zum Einsatz. Fingerspitzen, Daumenkuppen oder die Handballen kreisen auf der Haut.

Der entscheidende Effekt der mechanischen Einwirkung auf Gewebe und Muskeln ist eine verstärkte örtliche Durchblutung – mit einer Steigerung um bis zu 500 Prozent. Dadurch beschleunigt und verbessert sich die Ver- und Entsorgung in den Zellen. Nährstoffe gelangen rasch an ihr Ziel, Gifte werden abtransportiert. Zum belebenden Effekt einer Massage kommt der heilende: Für Schmerzen und Verspannungen sind oft so genannte muskuläre Triggerpunkte verantwortlich – schlecht durchblutete Fasern, die spastisch reagieren. Sie können durch Massage stärker durchblutet, schließlich normalisiert werden. Massage wird mittlerweile sogar gegen Depressionen, Stress und Angstzustände eingesetzt. Bei fieberhaften, entzündlichen Erkrankungen oder Geschwulsten sind Massagen jedoch gefährlich.

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