Berlin : Solidarpakt: Verdi will Ideen vorstellen

Gewerkschaften suchen das Gespäch mit dem Senat

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Die Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes wollen wieder mit dem Senat ins Gespräch kommen. Am Mittwoch wollen Verdi, die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sowie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ihre Ideen zu einem Solidarpakt vorstellen und den Senat auffordern, wieder in Verhandlungen einzutreten. Bis Dienstag werden sich die Gewerkschaftsgremien verständigen. Zu den konkreten Vorstellungen wollte VerdiChefin Susanne Stumpenhusen aber gestern noch nicht Stellung nehmen. Sie sagte aber, es gebe noch viele unausgeschöpfte Möglichkeiten, Einsparungen bei den Personalkosten im Öffentlichen Dienstes zu erreichen. Denkbar sei eine ganz gezielte Offensive zur Altersteilzeit, um einen Einstellungskorridor für den Nachwuchs zu schaffen. Auch das Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Dieter Haase, signalisierte Kompromissbereitschaft. Ein freiwilliger Verzicht auf volle Arbeitszeit und Lohn bei gleichzeitiger Einstellung von Lehrern und Erziehern sei denkbar, längere Arbeitszeiten hingegen nicht verhandelbar.

Die Gewerkschaften waren nach dem Scheitern der Solidarpaktverhandlungen in die Defensive geraten. Der Senat beschloss in dieser Zeit den Austritt aus den Arbeitgeberverbänden sowie die Bundesratsinitiative zur Lockerung der Beamtenbesoldung, die in den anderen Bundesländern auf großes Echo stieß. sik

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