Sommer verabschiedet sich : Noch einmal ins Freibad

Zum letzten Mal in diesem Jahr könnte es an diesem Wochenende heißen: Pack die Badehose ein! Denn danach machen die Freibäder Winterpause. Insgesamt lief der Sommer für die Berliner gut und es gab sogar einen Superlativ.

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Alle ans Becken. Es könnte das letzte Mal in diesem Sommer sein.
Alle ans Becken. Es könnte das letzte Mal in diesem Sommer sein.Foto: Kai-Uwe Heinrich

Da ist die nächste Auszeichnung für Berlin. Neben der chaotischsten Baustelle (BER), der so oft planlosen S-Bahn und den obligatorisch angesagtesten Clubs hatte die Stadt – manche mögen das trotz der heißen Tage im August kaum glauben – auch den wärmsten Sommer Deutschlands. Berlin war mit durchschnittlich 18,1 Grad nämlich 0,9 Grad wärmer als der Rest der Republik, wie der Deutsche Wetterdienst nun mitteilte. Das lag aber nicht an zahlreichen brütend heißen Tagen, sondern vor allem daran, dass der Boden in der Stadt nachts kaum auskühlt, Großstadteffekt heißt das.

Am Wochenende soll es noch mal etwas über 20 Grad warm werden. Am Sonntag öffnen dann viele Berliner Freiluftbäder zum letzten Mal in diesem Jahr. Falls in den kommenden Wochen noch warme Spätsommertage kommen, ist vorgesorgt: Einige Freibäder bleiben länger offen. Das Sommerbad Olympiastadion, das Kreuzberger Prinzenbad und das Freibad Lübars öffnen bis zum 16. September, das Strandbad Wannsee bis zum 30. September, wie ein Sprecher der Bäderbetriebe mitteilte. Das „Spucki“ genannte Sommerbad Lichterfelde bleibt unter neuem Betreiber je nach Wetterlage bis Monatsende geöffnet, am 4. September öffnet die Saunalandschaft. Bis Anfang Oktober können die Berliner im Freibad Wendenschloss schwimmen. Die Freibäder Plötzensee, Jungfernheide, Friedrichshagen, Grünau, Orankesee und Weißensee öffnen nur bei schönem Wetter. Die Bäderbetriebe raten, im Zweifel vorher anzurufen. Das Sommerbad Mariendorf ist wegen eines Rohrbruchs bereits seit Dienstag geschlossen. Das Sommerbad Staaken-West ist wegen der „bescheidenen Wetteraussichten“, wie es heißt, seit Freitag zu.

Bilder: Das war der Sommer in Berlin

Sommerstimmung in Berlin
Das Wichtigste im Berliner Sommer? Styling! Der Pudel vorm Schloss Bellevue macht es vor. Auch die Menschen lassen es sich bei diesem Sommerwetter gutgehen...Alle Bilder anzeigen
1 von 8Foto: dapd
24.05.2012 10:10Das Wichtigste im Berliner Sommer? Styling! Der Pudel vorm Schloss Bellevue macht es vor. Auch die Menschen lassen es sich bei...

Der Sommer ließ die Besucherzahlen hinter der erhofften Anzahl zurückbleiben, sagte der Sprecher der Bäderbetriebe. „Wir hatten uns nach den vielen durchwachsenen Sommern in den Vorjahren einen besseren gewünscht.“ Zwar seien fünf Prozent mehr Gäste als im Vergleichszeitraum zwischen Mai und August im Vorjahr gekommen. Doch im vergangenen Jahr öffneten einige Sommerbäder wegen Bauarbeiten erst später. „Der Sommer 2011 war der schlechteste seit zehn Jahren“, sagte der Sprecher.

Denn obwohl der Berliner Sommer der wärmste im Land war, war er auch sehr regenreich. 51 Prozent mehr Niederschlag als im Jahresmittel – nämlich 275 Liter pro Quadratmeter – fiel im Sommer.

Bei den Berliner Bädern konnten die heißen Tage im August die durchwachsene Bilanz etwas verschönern. So seien alleine am 19. August, als in der Region ein Hitzerekord von 34 Grad gemessen wurde, 85.000 Besucher in die Bäder gekommen. Nun sollen die Hallenbäder dafür sorgen, dass der Jahresabschluss noch etwas besser als im vergangenen Jahr ausfällt. Da kamen insgesamt 5,6 Millionen Besucher. Einige Hallenbäder sind bereits offen, doch die meisten öffnen am Montag.

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