• Sommerfeste in Berlin: Erst Prosecco, Schinken, Rotwein – und dann ab auf den BSR-Hof

Sommerfeste in Berlin : Erst Prosecco, Schinken, Rotwein – und dann ab auf den BSR-Hof

Ein Abend in guter Gesellschaft: Der italienische Botschafter lud in sein Haus, die Juristinnen feierten bei der Stadtreinigung.

Elisabeth Binder
Heute zum Italiener. Enzi Menzione in der Empfangshalle seiner Botschaft in der Hiroshimastraße.
Heute zum Italiener. Enzi Menzione in der Empfangshalle seiner Botschaft in der Hiroshimastraße.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Bei den vielen Empfängen kann man schon mal durcheinanderkommen. Am Montagabend hatte der italienische Botschafter Elio Menzione um 18 Uhr in die Botschaft zur Feier des italienischen Nationalfeiertages geladen. Um 19 Uhr sollte der Landesverband des Deutschen Juristinnenbundes zum Sommerempfang auf dem Gelände der Berliner Stadtreinigung zusammenkommen. So mancher Partygast hatte aber wohl die Uhrzeiten verwechselt und kam somit viel zu früh zur BSR, wo die Vorstandsvorsitzende der Berliner Stadtreinigungsbetriebe, Vera Gäde-Butzlaff eine viel gelobte Rede hielt, wie man als Frau die berüchtigte gläserne Decke nach oben doch noch überwinden kann.

Bei den Italienern war diesmal Landwirtschaftsminister Maurizio Martina zu Gast, um das Programm der Expo 2015 vorzustellen, die vom 1. Mai bis 31. Oktober nächsten Jahres in Mailand unter dem Motto „Feeding the Planet. Energy for Life“ stattfindet. Rund 147 Länder wollen sich dabei an geopolitischen Debatten zum Beispiel über Wasser-Ressourcen und Ernährung beteiligen. Es soll das größte weltweite Ereignis zum Thema Ernährung werden, das es je gegeben hat. Der Botschafter selbst ging auf ein Thema ein, das ihm politisch wichtig ist. Demnächst übernehmen die Italiener von den Griechen die EU-Ratspräsidentschaft. Italien sei sich gerade in den Wochen nach den Wahlen seiner Verantwortung sehr bewusst, die Wirtschaftsentwicklung und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit würden eine zentrale Rolle spielen, kündigt er an. Auch im Hinblick auf die über 700 000 in Deutschland lebenden Landsleute lobte er die enge Verzahnung der Wirtschaft beider Länder. Für italienische Speisen muss man hierzulande eigentlich keine Reklame machen, die Sponsoren hatten trotzdem Salami, Schinken, Nudeln, Prosecco und Rotwein aufgetischt. Zum Gratulieren waren unter anderem US-Botschafter John Emerson, Schlossvorkämpferin Kathleen von Alvensleben und Barbara Monheim gekommen, die auf der Suche nach neuen Unterstützern für ihr Straßenkinderhaus in der Ukraine war.

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