Sommerhitze : Berliner kreieren Hunde-Eis

Zwei Brüder stellen sommerliche Erfrischung für Genießer auf vier Beinen her. Roman Krohn verrät, wie die Idee entstand und welche Sorten geplant sind.

Noch eine Kugel. Roman (li.) und Raoul Krohn vertrauen ihrem Testhund.
Noch eine Kugel. Roman (li.) und Raoul Krohn vertrauen ihrem Testhund.Foto: promo

Herr Krohn, wie schmeckt denn Rindfleisch-Eis?

Gewöhnungsbedürftig lecker. Wir nutzen Neuland-Rindfleisch vom Metzger unseres Vertrauens, das wird dann schonend gegart. Jedes Eis entsteht bei uns in Lebensmittelqualität und erst, wenn wir und unser Kontrollhund Charlie es für gut befinden, geht es in den Handel.

Wie kommt man auf die Idee, Eis für Hunde herzustellen?

Wir sind mit Hunden groß geworden. Unserem Schäferhund-Dobermann-Mischling Lupo haben wir immer vom Eis abgegeben, bis unsere Großmutter gesagt hat, wie schädlich das für Hunde ist. Da war die Idee geboren. 2012 haben wir angefangen, mit Opas Eismaschine zu experimentieren. Eis am Stiel war keine gute Idee und auch Eiswürfel sind durchgefallen. Schließlich haben wir uns für Frozen Joghurt im Becher entschieden.

Und das ist für Hunde bekömmlich?

Wir haben das Eis mit Tierärzten entwickelt. Es ist laktosefrei, enthält kein Xylit, Mais, Weizen, Soja, Zucker oder Gluten. Die Basis unseres Joghurts stärkt sogar die Darmflora der Hunde. Weil es viele Vegetarier unter Hundehaltern gibt, haben wir auch die Sorten Apfel-Banane und Käse-Spirulina, also Blaualge.

Wie waren die Reaktionen auf das Eis?

Durchweg positiv. Am Anfang haben wir das Eis im Hundeauslaufgebiet am Grunewald verteilt und die Halter um ihre Meinung gebeten. Inzwischen liefern wir an den Fachhandel, Hundesalons, hundefreundliche Restaurants und Hundehotels aus, auch nach Skandinavien, Italien, die Schweiz, Belgien und in die Niederlande. Sogar aus Australien und Singapur gibt es Anfragen.

Und den Hunden schmeckt es auch?

Für Hunde hat Eis die gleiche Bedeutung wie für Menschen. Es ist eine Belohnung und eine Erfrischung, wobei die verschiedenen Rassen das Eis unterschiedlich fressen. Labradore sind gefräßig und würden das Eis am liebsten gleich verschlingen, Windhunde sind Genießer und brauchen locker 20 Minuten für einen Becher. Manche Tierärzte geben das Eis zur Beruhigung. Das merken sich die Hunde.

Wird es weitere Sorten geben?

Für den Winter planen wir wie Hirsch-Blaubeere und Ente-Bratapfel – das richtige Eis für Weihnachten.

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