Sommerzeit - Raserzeit? : Dumm gefahren, jetzt wird gelaufen

Ein junger Raser überholte mit 160 Stundenkilometern einen Videowagen der Polizei. Lag es an der Sommerzeit, die in der Nacht zu Sonntag beginnt?

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Klar, die Sommerzeit bringt uns alle irgendwie in Stress. Diese geliebte verlorene Stunde, die spätestens kurz vor Mitternacht so unendlich wertvoll erscheint. Natürlich ist die Verlockung groß, diese 60 Minuten möglichst rasch aufzuholen. Oder vielleicht schon vorher wett zu machen. Das mag auch ein 25-jähriger Berliner gedacht haben, der in der Nacht zum Sonnabend auf der Stadtautobahn in Berlin mit seinem PS-getunten VW mächtig Gas gab und mit 160 Sachen losbrauste. Sein Pech. Der erste Wagen, den er rasant überholte, war ein Videoblitzer der Polizei.

Da er das nicht bemerkte, ging sein Temperament auch weiter mit ihm durch. Er bremste andere Fahrer beim Überholen am Tunnel Innsbrucker Platz rabiat aus, schleuderte in die Kurven, wagte ein riskantes Manöver nach dem anderen bis zum Kreuz Schöneberg. Die Beamten immer hinterher. Nur hatte der junge Mann von den Verfolgern mit der Polizeicam noch immer nichts mitbekommen. Er achtete auf die „Action-Cam“ eines befreundeten zweiten VW-Fahrers, der ihm folgte und die ganze gefährliche Road-Show gleichfalls filmte.

Am Sachsendamm aber war Schluss. Die Beamten stoppten den Raser, brummten ihm drei Monate Fahrverbot auf. Außerdem 600 Euro Bußgeld und vier Strafpunkte. Schritttempo ist jetzt angesagt. Die Entdeckung der Langsamkeit. Zur nächsten Winterzeit kann er die Stunde ja dann ganz legal wieder aufholen.

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