Song Contest : „Lenas Wunsch hat uns gefreut“

Senatssprecher Richard Meng spricht im Interview mit dem Tagesspiegel über Berlins Bewerbung für den Song Contest, den Austragungsort und die Organisation.

Richard Meng, Senatssprecher: Der Flughafen Tempelhof passt toll zum Anliegen des Eurovision Song Contests.
Richard Meng, Senatssprecher: Der Flughafen Tempelhof passt toll zum Anliegen des Eurovision Song Contests.Foto: dpa

Dass sich Berlin jetzt auch offiziell für den Grand Prix beworben hat, überrascht nicht. Wohl aber der Austragungsort Tempelhof. War nicht stets von der O2-Arena die Rede?

Nein, der Senat hat sich da nie festgelegt. Und es war rasch klar, dass die O2-Arena gar nicht infrage kommt.

Warum?

Der Eurovision Song Contest umfasst nicht nur das Finale am 14. Mai 2011, sondern auch die Halbfinalrunden und viel Drumherum, das sich über Wochen erstreckt. Für so eine lange Zeit steht die O2-Arena nicht zur Verfügung, weil sie da schon für andere Veranstaltungen gebucht ist.

Und wie kam man auf Tempelhof?

Wir wollten nicht nur nach einer Halle suchen, sondern uns mit einem ganz besonderen Ort bewerben. Als die Modalitäten feststanden, war klar, dass das Gelände des ehemaligen Flughafens die Ansprüche hervorragend erfüllen könnte.

Was ist so besonders an Tempelhof?

Der Ort hat schon aufgrund seiner Architektur ein unverwechselbares Flair und besitzt eine Ausstrahlung, die auch mit seiner Geschichte zusammenhängt: Er steht dafür, Brücken zu bauen, was toll zum Anliegen des Contests passt. Aber mal abgesehen von der Symbolkraft: Tempelhof liegt mitten in der Hauptstadt Deutschlands, bietet alle Vorteile einer Metropole und übt vor allem auf die junge Generation eine große Faszination aus.

Das sagen Sie jetzt so.

Das haben wir doch schon bei einigen Veranstaltungen festgestellt. Die Modemesse Bread & Butter beispielsweise kommt gern hierher, weil junge Mode einfach perfekt zum lässigen, unkomplizierten Stil von Berlin passt. Und wir wissen, dass Berlin bei Künstlern und Musikern im Ausland unglaublich populär ist.

Dann war Lenas Wunsch, der Grand Prix möge in Berlin ausgetragen werden, gar nicht so überraschend?

Doch, schon, und das hat uns natürlich gefreut. Aber entscheiden muss letztlich der NDR gemeinsam mit der ARD und der European Broadcasting Union.

Wann fällt die Entscheidung?

Wir rechnen im September damit.

Wer kümmert sich um die Organisation?

Das macht der NDR als Veranstalter. Von unserer Seite kümmert sich die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) um die Details. Aber erst mal heißt es Daumendrücken, denn Hamburg, Düsseldorf und Hannover bewerben sich ja auch.

Das Gespräch führte Sandra Dassler.




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