• SONNTAGS um zehn: Selig sind die Friedfertigen In Neukölln gab es einen ökumenischen Gottesdienst zu 650 Jahren Rixdorf

SONNTAGS um zehn : Selig sind die Friedfertigen In Neukölln gab es einen ökumenischen Gottesdienst zu 650 Jahren Rixdorf

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Mit Marschmusik zog die Blaskapelle „Spätlese“ auf den Neuköllner Richardplatz. Eine stattliche Anzahl Geistlicher aller Konfessionen und Ritter des Evangelischen Johanniterordens in schwarzen Ordensmänteln mit achtzackigem, weißen Kreuz betraten die Bühne. Im Rahmen der „48 Stunden Neukölln“ feierten sie einen ökumenischen Gottesdienst zum 650. Jahrestag der Ersterwähnung von Rixdorf, jenes vom Johanniterorden gegründeten Dorfes, das zur Keimzelle des Stadtbezirks Neukölln werden sollte.

Die acht Spitzen des Johanniterkreuzes stünden für die acht Seligpreisungen Jesu, sagte der evangelisch-reformierte Pfarrer Bernd Krebs. Diese im Matthäusevangelium überlieferten Worte Jesu standen auch im Zentrum des Gottesdienstes. „Selig sind die Friedfertigen“, sagte Krebs. Auch die Christen in Neukölln wollten „für Frieden eintreten unter den Menschen in diesem Bezirk“.

Während die vor der Bühne auf Bierzeltbänken sitzende Gemeinde in der Sonne zu schwitzen begann, erinnerte auch die erst vor wenigen Wochen in ihr Amt eingeführte Neuköllner Superintendentin Viola Kennert in ihrer Predigt daran, dass Christen immer wieder „Wege für Frieden und Gerechtigkeit suchen.“

Auch Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky richtete Worte an die Gemeinde. „Die Johanniter sind an allem Schuld“, schilderte er die Anfänge seines Bezirks. Doch gerade angesichts der Seligpreisungen in der Bergpredigt sei es „ein schönes Zeichen“, dass das Bezirksjubiläum im Rahmen eines Kulturfestivals gefeiert werde. Schließlich habe es zum 600. Geburtstag von Rixdorf noch eine Militärparade gegeben. Benjamin Lassiwe

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