SO SIEHT DIE ÜBERGANGSLÖSUNG AUS : Umsteigen und warten

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Fünf vor Zwölf. Ab Montag müssen Fahrgäste ohne S-Bahn durchkommen. Foto: ddp

WO FÄHRT DIE S-BAHN NOCH?

Rückgrat im geschrumpften Netz bleibt von Montag an die Ringbahn mit ihren Umsteigemöglichkeiten zu Bahnen und Bussen der BVG. Auf dem Ring sollen alle zehn Minuten Züge fahren. Auf den anderen Strecken sind die Bahnen meist nur alle 20 Minuten unterwegs. Auf Strecken mit mehreren Linien gibt es unterschiedliche Wartezeiten. So fahren zwar die S 1 und S 2 jeweils alle 20 Minuten durch den Nord-Süd-Tunnel. Der Abstand variiert aber zwischen 7 und 13 Minuten.

WO FALLEN S-BAHNEN AUS?

Zwischen Ostbahnhof und Zoo fahren keine S-Bahnen. Eingestellt sind außerdem die Strecken Spandau–Olympiastadion, Mühlenbeck-Mönchmühle–Blankenburg, Springpfuhl–Wartenberg, Adlershof–Flughafen Schönefeld, Strausberg–Strausberg Nord und wegen Bauarbeiten auch Westkreuz–Nikolassee. Die S 25 fährt im Süden von Teltow bis Yorckstraße und im Norden von Hennigsdorf bis Schönholz. Die Fahrten durch den Nord-Süd-Tunnel entfallen. Schon seit Wochen sind zudem die Linien S 45 (Flughafen Schönefeld–Hermannstraße) und S 85 (Grünau/Schöneweide–Waidmannslust) eingestellt.

WAS ERSETZT DIE STADTBAHN?

Zwischen Ostbahnhof und Zoo müssen Fahrgäste in Regionalzüge umsteigen, die aber nur in den Bahnhöfen Alexanderplatz, Friedrichstraße, Hauptbahnhof und Zoo halten können, wo es Fernbahnsteige gibt. Sieben Züge sind hier stündlich in unregelmäßigen Abständen unterwegs. Zwischen Ostbahnhof und Potsdam-Hauptbahnhof gibt es stündlich vier Verbindungen, wobei die Züge mal kurz hintereinander, dann aber auch mit langen Wartezeiten dazwischen fahren. Diese Züge halten auch in Charlottenburg und Wannsee. Die S-Bahnhöfe Tiergarten und Bellevue werden mit einer Buslinie verbunden, die alle zehn Minuten vom Zoo bis zum Nordbahnhof fährt und auch am Hauptbahnhof sowie am U-Bahnhof Zinnowitzer Straße hält. Der S-Bahnhof Hackescher Markt ist nur mit der Straßenbahn oder Linienbussen zu erreichen, und die Station Jannowitzbrücke mit der U-Bahn-Linie U 8 sowie Linienbussen.

WIE HILFT DIE BVG?

Das Unternehmen nimmt den Ferienfahrplan zum Teil zurück und fährt auf den meisten U-Bahn-Strecken tagsüber alle fünf Minuten mit der größtmöglichen Zuglänge.

15 Züge stehen im Netz so bereit, dass sie bei Bedarf innerhalb von 15 bis 30 Minuten zusätzlich eingesetzt werden können.

Auch bei der Straßenbahn werden auf den wichtigsten Linien die Züge durch einen weiteren Wagen verlängert, um mehr Platz zu schaffen. Nachteil: Es müssen auch Fahrzeuge eingesetzt werden, die nicht barrierefrei sind.

Bei den Bussen will die BVG ebenfalls neben den Doppeldeckern nur lange Fahrzeuge auf die Straße bringen. Die Linien  X 34 und X 49 halten zusätzlich am Scholzplatz, der in der Nähe des geschlossenen S-Bahnhofs Pichelsberg liegt. Bei den Linien M 41, M 48, M 49, M 76, X 34 und 167 ist die BVG vorbereitet, schnell weitere Busse einzusetzen.

WER HILFT NOCH?

Die Prignitzer Eisenbahn lässt vorerst bis zum 31. Juli stündlich zwischen Hohenschönhausen und Lichtenberg einen Zug fahren, und die Niederbarnimer Eisenbahn setzt werktags morgens und abends jeweils drei zusätzliche Züge der Heidekrautbahn bis zum Bahnhof Gesundbrunnen ein. Sie halten, anders als die Regelzüge, nicht im Bahnhof Karow.

WO GIBT ES INFORMATIONEN?

Im Internet unter:

www.bvg.de

www.s-bahn-berlin.de

www.vbbonline.de

Telefonisch unter:

BVG: 19 44 9

S-Bahn: 297 43 333

VBB: 25 41 41 41 kt

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