• Sozialarbeiter für Grund- und Berufsschulen Rot-Rot will im Jahr 2009 4,5 Millionen Euro geben

Berlin : Sozialarbeiter für Grund- und Berufsschulen Rot-Rot will im Jahr 2009 4,5 Millionen Euro geben

Susanne Vieth-Entus

Nach den Haupt- und Sonderschulen sollen nun auch Grund- und Berufsschulen Unterstützung durch Sozialarbeiter bekommen. Dies haben SPD und Linkspartei im Rahmen ihrer Verhandlungen für den nächsten Doppelhaushalt beschlossen. „Für das Schuljahr 2008/2009 ist eine Ausweitung auf die Grund- und beruflichen Schulen vereinbart“, bestätigte der Sprecher der Bildungsverwaltung, Kenneth Frisse. Schon im kommenden Schuljahr 2007/08 wird es drei Millionen Euro für die Haupt- und Sonderschulen geben, deren Sozialarbeiter bisher aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert wurden. Der Senat hatte dafür im Frühjahr 2006 keine Landesmittel geben wollen. Dann kam die von der Rütli-Schule ausgelöste Debatte über die Zustände an den Hauptschulen, und bei den Koalitionsvereinbarungen im Herbst 2006 fiel die Entscheidung, für alle Berliner Schulen Sozialarbeiter aus Landesmitteln zu finanzieren.

Bislang war aber unklar, in welchem Umfang die Koalition diese Vereinbarung umsetzen würde. Nun steht fest, dass SPD und Linke im Haushaltsjahr 2008 die genannten drei Millionen und im Jahr 2009 4,5 Millionen für das Vorhaben bereitstellen wollen. „Im Haushalt 2010/2011 wird über die Ausweitung auf Realschulen und Gymnasien beraten“, kündigte Frisse an.

Geplant ist, dass die Schulen Kooperationen mit Jugendhilfeträgern eingehen, die dann nach Bedarf Projekte anbieten. An den Hauptschulen haben sich diese Kooperationen bereits bewährt. So kümmern sich etwa Sozialarbeiter an der Neuköllner Löwenstein-Schule darum, die Eltern stärker in das Schulleben einzubinden. Zuletzt wurde gemeinsam am Schulgarten gearbeitet. Susanne Vieth-Entus

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