Soziales Engagement : Im Gänsemarsch ins Estrel

Zum 18. Mal lädt der Sänger und Entertainer Frank Zander Obdachlose und Bedürftige zum Festtagsschmaus ins Neuköllner Estrel Hotel ein. Dann wird jeder Gast persönlich mit einem Handschlag begrüßt.

Saara Wendisch
Seit mehr als 18 Jahren engagiert sich der Sänger und Entertainer Frank Zander in der Obdachlosenhilfe.
Seit mehr als 18 Jahren engagiert sich der Sänger und Entertainer Frank Zander in der Obdachlosenhilfe.Foto: dapd

Die Vorbereitungen im Estrel in Neukölln laufen auf Hochtouren. 30 Köche bereiten derzeit rund 3000 Gänsekeulen, 6800 Klöße, 680 Kilo Rotkohl und 250 Liter Soße vor. Auch in diesem Jahr empfängt der Sänger und Entertainer Frank Zander am morgigen Mittwoch Obdachlose und Bedürftige zu einer Weihnachtsfeier. Erwartet werden rund 3000 Menschen. Dass es sich dabei um eine PR-Aktion handelt, wird Frank Zander niemand nachsagen können. Seit 1995 veranstaltet er das Obdachlosenfest gemeinsam mit seiner Familie. Berührungsängste hat Zander nicht. „Für ihn ist es jedes Jahr eine Ehre, jeden einzelnen Gast per Handschlag begrüßen zu dürfen“, erzählt sein Sohn Marcus Zander, der das Fest von Beginn an mitorganisiert. Tradition ist außerdem, dass zahlreiche prominente Gäste die Obdachlosen bedienen. Diesmal werden unter anderem der Box-Weltmeister im Supermittelgewicht Arthur Abraham, Grünen-Politiker Cem Özdemir und die Sängerin Jeanette Biedermann den bedürftigen Menschen die Gänsekeulen mit Rotkohl servieren. Insgesamt werden 170 freiwillige Helfer erwartet. Unterstützt werden die Zanders außerdem von der Berliner Stadtmission, der Diakonie und der Caritas. „Viele Sponsoren haben Lebensmittel, Weihnachtsgebäck oder Nützliches wie Schlafsäcke und warme Kleidung gespendet“, sagt Marcus Zander. Fünf Busfahrer der BVG werden außerdem ab 14 Uhr die Gäste persönlich mit ihren Bussen zur Festhalle befördern. Dort können sie sich, wenn sie möchten, von 20 Friseuren die Haare machen lassen.

Um 16 Uhr beginnt dann das Festmahl mit Live-Musik. Auch Frank Zander selbst wird zum Mikrofon greifen. „Auf der Straße werden Obdachlose häufig weggescheucht“, sagt sein Sohn Marcus Zander. Es ein Bedürfnis, den Menschen Jahr für Jahr zu zeigen, dass sie willkommen sind.

2 Kommentare

Neuester Kommentar