Sozialsenatorin : Amtsabschied: Knake-Werner lädt Sarrazin aus

Nach fast acht Jahren nimmt Berlins Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner Abschied von der Politik. Zur Abschiedsfeier hat sie ihren ehemaligen Senatskollegen Thilo Sarrazin ausgeladen.

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Abschied. Heidi Knake-Werner verabschiedet sich aus ihrem Amt. - Foto: Thilo Rückeis

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) verabschiedete die Linken-Politikerin bei einer festlichen Veranstaltung im Roten Rathaus und überreichte ihr die Dankesurkunde. Die 66-Jährige, die dem rot-roten Senat seit Anfang 2002 angehörte, geht in den Ruhestand.

Wowereit würdigte Knake-Werner als "herausragende Repräsentantin einer linken Politik in Berlin und Deutschland". Die rot-rote Koalition und die Hauptstadt hätten ihr viel zu verdanken. Knake-Werner sei "mit ganzem Herzen" Senatorin gewesen und habe sich engagiert dafür eingesetzt, „dass es den Menschen besser geht“. Sie habe viele Erfolge errungen, sich aber auch insbesondere durch Auseinandersetzungen mit Finanzsenatoren nicht entmutigen lassen.

Knake-Werner räumte ein, dass ihr „der Einstieg in den Ausstieg“ nicht leicht falle. An die Adresse Wowereits gerichtet sagte sie, die Arbeit im Senat sei eine "schöne Zeit" gewesen. Allerdings hat sie ihren Ex-Senatskollegen Thilo Sarrazin (SPD) aus Ärger über dessen umstrittenen Äußerungen von der Veranstaltung ausgeladen. "Ich habe ihn gebeten, nicht zu kommen", sagte sie. Der ehemalige Berliner Finanzsenator hatte sich in einem Interview abfällig über Menschen aus Einwandererfamilien und sozial Schwache geäußert.

Anschließend überreichte Wowereit Knake-Werners Nachfolgerin, der bisherigen Linksfraktionschefin Carola Bluhm, die Ernennungsurkunde. Die 46-jährige Soziologin sollte am Nachmittag im Abgeordnetenhaus vereidigt werden. (ho/ddp)

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