Berlin : Späte Erkenntnis

Bei der 12. Langen Nacht der Wissenschaften öffnen 73 Institutionen ihre Türen – mehr als je zuvor Die Besucher können zwischen rund 2500 Veranstaltungen wählen. Einige stellen wir hier vor.

Linien dank Laser. Auch das Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik ist wieder dabei – wie schon 2008, als eine Frau im Produktionstechnischen Zentrum mit einer neuen Technik eine Zeichnung anfertigte: Durch eine Spezialbrille betrachtet, scheint das Bild dreidimensional im Raum zu schweben. Foto: Gottschalk/dapd
Linien dank Laser. Auch das Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik ist wieder dabei – wie schon 2008,...Foto: dapd

Ein „Feuerwerk im Gehirn“ – Motto und Motiv der 12. Langen Nacht der Wissenschaften an diesem Sonnabend – ist schon angesichts der Überfülle von Veranstaltungen garantiert: Zwischen rund 2500 Terminen in 73 Berliner und Potsdamer Institutionen, so viele wie nie, kann man sich in der „Klügsten Nacht des Jahres“ entscheiden. Hier eine kleine, garantiert nicht repräsentative Auswahl.

RADELN ODER PUZZELN

Die Zukunft des Heimtrainers ist das Smartbike: Wem es im Sportstudio zu öde ist, kann sich auf einem 3-D-Bildschirm eine virtuelle Radtour in einer beliebigen Stadt aussuchen. Dabei werden Geschwindigkeit, Puls, verbrannte Kalorien gezählt (17 bis 1 Uhr, TU, Straße des 17. Juni 135). Aus der Zukunftsforschung kommt auch die Panoramawurfkamera. Sie löst auf dem höchsten Punkt ihres Fluges aus und speichert ein unvergessliches Rundumbild – jetzt vom Lichthof des Hauptgebäudes (17.30 bis 20.55 Uhr, stündlich), bald von der Alpenwanderung. Technik und Geschichte treffen zusammen, wenn das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik sein „Stasi-Puzzle“ demonstriert. Zerrissene Unterlagen der DDR-Staatssicherheit werden dank digitaler Bildverarbeitung automatisch rekonstruiert (17 bis 1 Uhr, Pascalstr. 8-9). -ry

ENGLISCH BEWEGT

Treten Sie beim Englischlernen auf der Stelle? Vielleicht liegt’s daran, dass Sie Angst davor haben. Oder sich dabei zu wenig bewegen. Mitarbeiter der englischen Fachdidaktik an der FU geben unkonventionelle Tipps fürs Selbststudium, die gleich ausprobiert werden können (18.30 bis 22.30 Uhr, Habelschwerdter Allee 45, Raum JK 26/140). Crashkurse in Polnisch und Chinesisch bietet das FU-Weiterbildungszentrum an (Raum JK 30/151; Polnisch 18 Uhr, Chinesisch 19 Uhr). Einen Japanisch-Schnupperkurs für Kinder gibt es im Ostasiatischen Seminars, Ehrenbergstr. 26-28, Raum 212, 17 Uhr (Erwachsene 18 Uhr). akü

SIEBEN-MINUTEN-WISSEN

Langatmige Erklärungen sollte es in der Wissenschaftsnacht nicht geben, und doch kommen sie immer wieder vor. Aber garantiert nicht beim Science Slam, etwa an der Humboldt-Uni, Luisenstr. 56 (Humboldt Graduate School). In sieben Minuten präsentieren Doktoranden ihre Forschungsarbeiten: lustig, verständlich, dennoch korrekt. Das Publikum bestimmt die Sieger. Block 1 um 20 Uhr, Block 2 um 22 Uhr, das Finale startet um Mitternacht. Weitere Science Slams beim Wista-Management in Adlershof (17.30 Uhr, für Kinder), am Max-Delbrück-Centrum in Buch (21.15 Uhr), an der TU in Charlottenburg (23.30 Uhr) und am Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik in Dahlem (20.30 Uhr). nes

ERREGERN AUF DER SPUR

Während die „Weiße Pest“ hierzulande kaum noch eine Rolle spielt, ist Tuberkulose in der Ukraine und anderen Teilen Osteuropas weiter ein Problem. Im Robert-Koch-Institut können sich Reisende über das Risiko informieren, dort zu erkranken. In dem Institut am Nordufer 20 geht es zum Beispiel im Labor 2 (Haus 1, 1. OG) um „Die Welt der Parasiten, Tuberkulose und ähnliche Erreger“. Im Bureau 1 (Haus 1, UG) demonstrieren Forscher unter der Überschrift „Pocken, Pest und keine Panik“ Schutzanzüge aus den Hochsicherheitslaboren und erklären, wie sie Proben analysieren. jas

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