• Späte Gerechtigkeit für Mobbing-Opfer? Prozess um Selbstmord einer Polizistin geht in die Berufung

Berlin : Späte Gerechtigkeit für Mobbing-Opfer? Prozess um Selbstmord einer Polizistin geht in die Berufung

NAME

Vor dem Berliner Landgericht ist gestern der Prozess im Zusammenhang mit dem Selbstmord einer Polizistin neu aufgerollt worden. Dem ehemaligen Leiter der Polizeilichen Sozialbetreuung, Peter N., und der Leiterin des Ärztlichen Dienstes, Claudia S., wird vorgeworfen, in einem Ermittlungsverfahren wegen der Selbsttötung einer jungen Beamtin Unterlagen zurückgehalten zu haben. Nach dem Tod der 24-jährigen Stefanie L., die sich im Juli 1997 erschossen hatte, waren Vorwürfe laut geworden, die Frau sei durch Mobbing von Kollegen zu dem Schritt getrieben worden. Die Angeklagten sollen einen Umschlag mit persönlichen Aufzeichnungen der Beamtin nach ihrem Tod bei einem Notar hinterlegt haben, wo er sich ein Jahr lang befand. Pensionär N. sagte, sie hätten Indiskretionen vermeiden und die Frau über ihren Tod hinaus schützen wollen. Die Unterlagen, darunter ein Liebesbrief, hätten belegt, dass die Beamtin krank war. Im ersten Prozess waren N. und S. freigesprochen worden. K.G.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben