Berlin : Spandau: Bezirk wünscht sich eine Brücke

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Auf dem ehemaligen Grenzstreifen in Weststaaken soll am 15. September der Grundstein für das Mühlenviertel gelegt werden. Die Gewobag plant hier den Bau von insgesamt 110 Reihenhäusern. Der Stadtentwicklungsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) gab jetzt grünes Licht für die Errichtung von zunächst drei Musterhäusern, darunter einem "Drei-Generationen-Haus" mit drei Wohneinheiten.

Die ursprüngliche Planung von Geschosswohnungen in dem Bereich zwischen Nennhauser Damm, verlängertem Brunsbütteler Damm und Staakener Feldstraße wurde aufgegeben, teilte Baustadtrat Carsten Röding (CDU) dem BVV-Gremium mit. In einem städtebaulichen Vertrag habe sich die Wohnungsbaugesellschaft unter anderem zum erforderlichen Straßenumbau sowie zur Bezahlung öffentlicher Grünflächen verpflichtet.

Im Stadtplanungsamt hofft man ferner darauf, dass die Gewobag eine Fußgängerbrücke vom vier Meter hohen Lärmschutzwall über die künftige Verlängerung des Brunsbütteler Dammes errichtet. Diesen Wunsch hatte der Bezirk in den Vertragsverhandlungen nicht mehr durchsetzen können, weil er zu teuer ist. Auf der anderen Straßenseite befinden sich unter anderem ein Jugendfreizeitheim und die Dorfkirche. Eine Entscheidung über den Brückenbau sei noch nicht gefallen, hieß es dazu gestern bei der Gewobag.

Verwirrung hatte im Ausschuss der Hinweis hervorgerufen, dass es südlich der Linden-Grundschule eventuell Bodenverunreinigngen gebe. "Es gibt keine Altlastenproblematik in dem Bereich", erklärte Stadtplanungsamtsleiter Walter Göllner auf Anfrage. Das Umweltamt habe die Unbedenklichkeit bescheinigt, alle Grenzwerte würden in den Gebiet deutlich unterschritten. Lediglich wegen der praktisch überall vorhandenen, geringen Beeinträchtigungen habe die Behörde vor bestimmten Nutzungen, wie zum Beispiels als Kinderspielplatz, weitere Untersuchungen gefordert.

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