Berlin : Spandau: Streit um Wasserstadt auf Eis gelegt

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Zum Thema Newsticker: Aktuelle Meldungen aus Berlin und Brandenburg Der Streit um die Zukunft der Wasserstadt GmbH soll nicht zum Wahlkampfthema werden. Deshalb hat der Stadtentwicklungsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung das Thema auf CDU-Antrag in die nächste Legislaturperiode vertagt. Gleichzeitig einigten sich die Bezirkspolitiker auf die Einrichtung eines Runden Tisches mit allen Beteiligten.

Nach entsprechenden Vorstößen ihrer Abgeordnetenhausfraktion hatten auch die Spandauer Grünen in einem Antrag die Auflösung der Wasserstadt GmbH gefordert. Enteignungsverfahren sollten gestoppt werden, weitere Grundstückskäufe unterbleiben, so die Verordnete Angelika Höhne. Noch nicht begonnene Quartiere könnten zukünftig bei Bedarf kostengünstiger durch das bezirkliche Planungsamt über städtebauliche Verträge entwickelt werden.

Zuvor hatten die Ausschussmitglieder widerspruchslos die Planung für ein 13-geschossiges Wohngebäude der Siemens Beteiligungsgesellschaft im Quartier Havelspitze zur Kenntnis genommen. Das Hochhaus an der Hugo-Cassirer-Straße war zunächst wegen seiner Größe umstritten gewesen. Der Entwurf Gesine Weinmillers sieht einen fünfeckigen Bau vor, der nur mit seiner Neun-Meter-Schmalseite zur Spandauer-See-Brücke zeige und die Sichtbeziehungen minimal beeinträchtige, sagt Hubert Latenbrink von der Wasserstadt GmbH. Die Grundfläche ist gegenüber der ursprünglichen Planung drastisch reduziert worden, so Latenbrink. Dennoch bemängelten die Bezirksverordneten fehlende Grünflächen. Sie gaben sich aber mit der Erklärung zufrieden, dass in der Nähe ein großer Park geplant ist.

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