Spandau : Tod in der Laube

Die Polizei löst das Rätsel um das Ehepaar, das in einer Spandauer Kolonie ums Leben kam. Das Ehepaar starb eines natürlichen Todes.

BerlinDer Mann und die Frau, die am Montagnachmittag in einer Spandauer Kleingartenkolonie gefunden wurden, sind nicht Opfer eines Verbrechens geworden. Die Obduktion der Leichen am Dienstag ergab, dass der 63-Jährige ein tödliches Blutgerinnsel im Gehirn hatte. Seine drei Jahre ältere Ehefrau, die körperlich geschwächt war, starb vermutlich infolge der Aufregung. Da der Mann beim Sturz in Scherben fiel und sich erheblich verletzte, war viel Blut in der Laube. Deshalb war die Polizei am Montagabend zunächst von einem Verbrechen ausgegangen. Die 2. Mordkommission übernahm die Ermittlungen.

Nachbarn in der Kolonie, die zur Anlage „Eisenbahnlandwirtschaft“ gehört, hatten am Nachmittag bemerkt, dass der Rollstuhl der Frau den ganzen Tag unbenutzt im Garten stand. Als eine beunruhigte Nachbarin dann in der Laube nachsah, entdeckte sie die Toten, die vor dem Bett lagen. Die Frau alarmierte um kurz vor 16 Uhr die Feuerwehr. Doch der Notarzt konnte nur noch den Tod des Ehepaars feststellen.

Genauer Todesteitpunkt noch ungeklärt

Die Spurensicherung arbeitete die ganze Nacht in der Laube – letztlich gab es dann doch keine Hinweise auf ein Verbrechen. Auch Spürhunde der Polizei fanden in der ausgedehnten Kolonie zwischen Spandauer Straße und der Eisenbahntrasse keine Spur eines möglichen Täters. „Wenn man stürzt, kann man sich verletzen“, hieß es bei der Polizei. Auch ein gemeinsamer Suizid sei angesichts des klaren Obduktionsergebnisses auszuschließen, hieß es.

Wann genau die beiden Rentner zu Tode kamen, steht noch nicht fest. Als wahrscheinlich gelten Sonntag oder Montag. Unklar ist auch noch, wie lange die gesundheitlich schwer angeschlagene und außerhalb der Laube auf einen Rollstuhl angewiesene Frau neben ihrem toten Mann lag. Beide sollen stark alkoholabhängig und daher gesundheitlich sehr angeschlagen gewesen sein. Die 66-Jährige war die Pächterin der Parzelle. Obwohl sie auch eine Wohnung in Spandau hat, soll sie mit ihrem polnischen Lebensgefährten meist zum Zechen in der Laube auf Parzelle 28 gewesen sein. Ha

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