• Spandaus Bürgermeister befürchtet den Wegfall von Arbeitsplätzen und beschwert sich über mangelnde Abstimmung

Berlin : Spandaus Bürgermeister befürchtet den Wegfall von Arbeitsplätzen und beschwert sich über mangelnde Abstimmung

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Durch die neuen Pläne von Stadtentwicklungssenator Peter Strieder (SPD) zur Entwicklung von Spandau und Reinickendorf könnte nach Ansicht von Spandaus Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz (CDU) Gewerbe vertrieben werden. Er sei zwar nicht generell gegen das "Planwerk Westraum", sagte Birkholz, "aber da wo Gewerbe noch funktioniert, haben Arbeitsplätze Vorrang". Er warnte davor, die "Fehler beim Bau der Spandauer Wasserstadt" zu wiederholen, wo Gewerbegebiet"brachgelegt" worden sei. Ähnlich hatte vergangene Woche Wirtschaftsstaatssekretär Dieter Ernst argumentiert. Das von Strieder vor einer Woche vorgelegte städtebauliche Leitbild sieht auf Industrieflächen an der Havel und an der Spreemündung neue Wohnungen, den Umbau von Lagerhallen in Lofts, sowie Gebiete mit Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen vor.

Nach Strieders Angaben war das Planwerk in den vergangenen zwei Jahren von der Senatsverwaltung und den Fachressorts der Bezirke zusammen entwickelt worden und soll nun als Diskussionsgrundlage dienen. Birkholz kritisierte hingegen, davon "nicht in Kenntnis" gesetzt worden zu sein. Im Fall des Spandauer Burgwalls würden Senatsverwaltung und die Stadtplaner des Spandauer Bezirksamts konträre Auffassungen vertreten. Während dort "kein Planungsbedarf" gesehen worden sei, sei das Gewerbegebiet Teil von Strieders Konzept. Als zu unflexibel bezeichnete Birkholz den von der Wirtschaftsverwaltung gegen das Planwerk ins Feld geführte Industrieflächensicherungsplan. Auf dem Industriegelände Am Juliusturm sei auch dadurch der Bau eines Spaßbades gescheitert.

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