Berlin : Spandaus FDP-Chef hält den Vorstand hin

Wolfgang Mleczkowski legt zunächst nicht alle Belege für dubiose Ausgaben vor

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Die finanziellen Unregelmäßigkeiten bei der Spandauer FDP sind noch nicht aufgeklärt. Wolfgang Mleczkowski, Vorsitzender des Spandauer Bezirksverbandes, hat entgegen seiner Zusage einige Ausgaben nicht belegt. FDPLandeschef Markus Löning sagte am gestrigen Sonnabend, dass zum Beispiel eine Veranstaltung der Spandauer FDP im Berliner Abgeordnetenhaus nicht korrekt abgerechnet worden sei. Unklar sei auch die Abrechnung einer Veranstaltung unter dem Motto „Spandau kehrt zurück“. Dafür hätten FDP-Mitglieder Geld gegeben, sagt Löning, die Veranstaltung aber habe nicht stattgefunden. In den Büchern des Bezirksverbandes werde für die Veranstaltung ein Sonderkonto genannt, das in der Buchhaltung der Partei unbekannt sei.

Drittens schuldet Löning zufolge die Spandauer FDP dem Landesverband noch rund 800 Euro. Möglicherweise könne der Spandauer Bezirksschatzmeister die Angelegenheit aufklären, sagte Löning. Mleczkowski aber habe – anders als vor einer Woche abgesprochen – keine Belege nachgeliefert. Löning will nun einen Justitiar mit der Sache betrauen. Der solle prüfen, wie der Landesverband den Bezirksverband Spandau und dessen Chef dazu veranlassen kann, Bücher und Kassen in Ordnung zu bringen.

Mleczkowski sagte dazu, er bereite sich auf eine Operation zur Linderung seiner schweren Parkinson-Erkrankung Anfang kommender Woche vor, habe sich aber „erfolgreich bemüht“, die Vorwürfe gegen seine Kassenführung zu entkräften. Er werde noch am Wochenende bei Löning abliefern, was er zugesagt habe. Die Vorwürfe gegen ihn werde er aber nicht unkommentiert lassen. wvb.

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