Berlin : Spandaus Verdienstorden ...: bleibt noch geheim

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Die Bezirksverordneten müssen weiter auf den Entwurf für den "Spandauer Verdienstorden" warten. Bürgermeister Konrad Birkholz (CDU) wird ihn doch nicht - wie zunächst angekündigt - auf der nächsten Bezirksverordnetenversammlung am kommenden Mittwoch vorstellen. Es ist die letzte reguläre Sitzung in diesem Jahr. Wie berichtet, hatte es im Bezirksamt Streit um die Gestaltung der goldenen Anstecknadel gegeben. Dennoch soll die Auszeichnung für verdiente Bürger wie geplant erstmals am 28. Mai 2001, dem 803. Jahrestag der urkundlichen Ersterwähnung Spandaus, verliehen werden.

Bereits vor längerer Zeit hatten die Bezirksverordneten das Bezirksamt mit der Schaffung einer eigenen Spandauer Auszeichnung beauftragt. Jetzt hatte Birkholz hinter verschlossener Tür eine goldene Nadel mit rotem Stein vorgestellt. Der Entwurf eines lokalen Goldschmieds zeigt einen ziselierten Juliusturm hinter einem Stück Zitadellenmauer. Zu den größten Gegnern gehört mit Kulturstadtrat Gerhard Hanke ein Parteifreund des Bürgermeisters.

"Man kann sich über Kunst streiten", gibt Konrad Birkholz zu. Die Nadel soll "auf den ersten Blick als besonderes Ehrenzeichen Spandaus zu erkennen sein". Deshalb sei sie "größer als ein Vereinsabzeichen und kleiner als das Bundesverdienstkreuz" konzipiert. Männer sollen sie am Revers, Frauen am Kragen tragen können. "Es kann nur der Juliusturm sein", sagt Birkholz. "Einen Rathausturm hat jeder Bezirk".

Über Details soll dennoch in den Gremien weiter gesprochen werden. Einen grundsätzlichen Abstimmungsbedarf sieht Birkholz dagegen nicht. Es handele sich um einen Auftrag der BVV, für den er der zuständige Dezernent sei.

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