Berlin : Spanische Schnecken ärgern Berlins Gärtner Braune Weichtiere fressen

täglich ein Gramm Grünzeug

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Eine Invasion von Nacktschnecken treibt derzeit in Berliner Gärten ihr Unwesen. „Die Schnecken fressen ganze Pflanzen kahl“, sagt Barbara Jäckel vom Berliner Pflanzenschutzamt. Besonders auf Dahlien, Bohnen und Blütenstauden hätten es die Weichtiere abgesehen, deren Sommerpause wegen des feuchten Wetters ausgeblieben sei. Verantwortlich für den Ärger sei die braune Spanische Wegschnecke, die über Pflanzentransporte eingeschleppt worden sei. „Sie hat die einheimische Art Arion rufus in Berlin völlig verdrängt“, sagt die Expertin. „Und sie vermehrt sich rasant.“ Arion lusitanicus wiege bis zu 15 Gramm und vertilge pro Tag ein Gramm Grünzeug. Derzeit würden bis zu zehn Exemplare pro Quadratmeter in Gärten beobachtet. Besonders aktiv seien sie nach Regen sowie in den Morgen- und Abendstunden. „Durch die ständige Feuchtigkeit ist die Plage schlimmer als in den letzten Jahren“, sagte Jäckel. In heißen Sommern verstecken sich die Nacktschnecken in der Erde und seien passiv.

Ein richtiges Anti-Mittel gebe es derzeit nicht, sagte Jäckel. „Die chemische Bekämpfung macht nur Sinn im Frühjahr oder Herbst.“ Wer die Schädlinge loswerden möchte, sollte alte Bretter auslegen und eventuell noch Fischfutter zum Anlocken ausstreuen. Die Schnecken sammeln sich darunter und können dann abgelesen werden. dpa

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