Berlin : Sparen am Konsumenten Verbraucherzentrale Berlin

bekommt ab 2005 weniger Geld

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Auf die Verbraucherzentrale Berlin kommen erhebliche Mittelstreichungen zu: Der Senat wird die Förderung im Jahr 2005 um 300 000 Euro kürzen – das ist ein knappes Drittel der gesamten Zuschüsse. Bisher sollten die Kürzungen ab 2005 auf zwei Jahre verteilt werden. „Der radikale Schnitt gefährdet unsere Arbeit enorm“, sagte die Vorsitzende der Verbraucherzentrale, Thea Brünner. Statt der bisher 12,5 ReferentenStellen könnten nur noch 4,5 Stellen finanziert werden. „Zugleich brechen uns weitere Gelder weg, die wir bisher selbst akquirieren. Uns fehlen die Leute, die sich darum kümmern können“, sagte Thea Brünner.

Doch gerade darauf setzt jetzt die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz: „Die Zentrale muss künftig mehr Eigenmittel einwerben und auch mit anderen Verbraucherzentralen wie jener in Brandenburg kooperieren“, sagte Regina Kneiding, Sprecherin von Senatorin Heidi Knake-Werner (PDS). Bisher erhält die Verbraucherschutz-Einrichtung mit insgesamt rund 30 festen und freien Mitarbeitern eine Million Euro im Jahr. Bei den Referenten handelt es sich um Volkswirte und Juristen, die beispielsweise bei Fällen von unlauterem Wettbewerb auch Klage für die Ratsuchenden führen. Im letzten Jahr zählten die Verbraucherschützer 68 000 Besucher, 196 000 Anrufer, 65 000 schriftliche Anfragen sowie 268 000 Zugriffe auf ihre Seiten im Internet. Durch die Kürzung gefährde der Senat die Unabhängigkeit der Verbraucherzentrale, die nun verstärkt bei Firmen um Gelder werben müsse, kritisieren Grüne und CDU. kög

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