Berlin : Sparwut auf Kosten der Klinikpflege?

Deutschlands Krankenhäuser beklagen immer lauter den Kostendruck, der durch die Gesundheitsreform auf ihnen laste. Der daraus resultierende Personalabbau und dessen Auswirkungen auf die Qualität der Pflege sind Thema einer Podiumsdiskussion, die der Tagesspiegel in Kooperation mit dem Berufsverband der Pflegeberufe (DBfK) am kommenden Dienstag organisiert. Sie ist die dritte Veranstaltung einer vierteiligen Diskussionsreihe über die Pflege in Deutschland.

Die Kliniken sparen vor allem am Personal – was mittlerweile zu einem Mangel führt, den auch Patienten zu spüren bekommen. So sank die Zahl der Pflegekräfte in den 2000 deutschen Kliniken zwischen 2004 und 2006 um 10 000. Das Personal leidet unter der wachsenden Arbeitsbelastung, Pfleger und Schwestern haben immer weniger Zeit für einen menschlichen Kontakt zum Patienten. Studien zum Beispiel aus Großbritannien belegen, dass die Kliniksterblichkeit steigt, wenn der Personalschlüssel unter eine bestimmte Grenze sinkt. Sind die Patienten in deutschen Kliniken tatsächlich schon gefährdet? Darüber diskutieren am Dienstag Hedwig FrancoisKettner, Pflegedirektorin am Universitätsklinikum Charité, Johanna Knüppel, Referentin im DBfK, und Lutz Fischer, Betriebsratsvorsitzender Helios-Klinikum Emil von Behring. I.B.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im KPM-Café, Wegeleystraße 1 in Charlottenburg (S-Bahnhof Tiergarten). Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten, Telefon 030/21 915 70, Fax 030/219 157 77 oder E-Mail: dbfk@dbfk.de

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben