Berlin : SPD-Basis verstärkt Druck auf Parteispitze

Die Initiatoren eines Mitgliederbegehrens für die Wahl der Berliner SPD-Führung haben eine positive Zwischenbilanz ihrer laufenden Kampagne gezogen. In fünf Tagen hätten bislang 300 Berliner Sozialdemokraten ihre Unterschrift für die Initiative abgegeben, sagte der Initiator des Mitgliederbegehrens, André Dietzschke aus Spandau, dem Tagesspiegel am Sonntag. Dabei geht es um die Frage, ob der nächste Landeschef der Sozialdemokraten auf einem Parteitag am 9. Juni oder durch ein Votum der Basis bestimmt wird. Der Landesvorstand lehnt das bisher ab. Dietzschke ist zuversichtlich, dass er und seine Mitstreiter vor dem Parteitag die als Ziel vorgegebenen 1650 Stimmen bekommen und eine Verschiebung des SPD-Parteitags erreichen.

Als letzter SPD-Kreisverband nominiert an diesem Montag Lichtenberg seinen Favoriten für den Landesvorsitz. Um das Spitzenamt bewerben sich Amtsinhaber Michael Müller und der Sprecher der Berliner Parteilinken, Jan Stöß. Am vergangenen Freitag hatte der Kreisverband Marzahn-Hellersdorf seine Entscheidung getroffen: Von 41 abgegebenen Stimmen entfielen 22 auf Stöß und 15 auf Müller. Vier Sozialdemokraten enthielten sich. Bei vorangegangenen Abstimmungsrunden in Kreisverbänden, lag dreimal Stöß und zweimal Müller vorn. lvt/dapd

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